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Alternative Reiseziele Hier können Sie außergewöhnlich Urlaub machen

Immer mehr Menschen nutzen ihre Auszeit von der Arbeit nicht nur zur Erholung. Sie wollen etwas Sinnvolles tun: für die Umwelt, für andere Menschen – oder einfach für die eigene Psyche. handwerk magazin stellt alternative Reiseziele vor.

Topic channels: TS Sommer und TS Urlaub

Letztes Jahr Strandurlaub, vorletztes Jahr Strandurlaub und dieses Jahr schon wieder? Immer mehr Menschen reicht das nicht. Sie wollen stattdessen das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und suchen Reiseziele, an denen sie ganz neue Erfahrungen machen und – noch besser – gleichzeitig helfen können. Gerade im Handwerk, weiß der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), gibt es viel soziales Engagement und großes Interesse an alternativen Reisezielen.

So nutzten 2013 beispielsweise viele Handwerker ihren Jahresurlaub, um den Bau eines rumänischen Kinderferienheims zu unterstützen. Peter Maffay, der das Projekt initiiert hatte, war überwältigt. Leider ist es jedoch nicht ganz einfach, gute Projekte und Reiseziele zu finden. Eine zentrale Koordinierungsstelle, die registriert, wo welche handwerklichen Fähigkeiten gebraucht werden, gibt es noch nicht. Doch es muss ja auch nicht immer vorhandenes Können sein, viele Angebote sind so konzipiert, dass sie sich für jeden eignen – und nicht nur neues Wissen vermitteln, sondern auch das eigene Bewusstsein erweitern.

Im Einsatz für Umwelt und Natur

Elefanten schützen in Namibia

Namibia - Elefanten schützen

Worum geht es: Im trockenen Klima Namibias haben Farmer es schwer zu überleben. Sie teilen sich das Land unter anderem mit Elefanten. Oft beschädigen die Herden auf ihrer Suche nach Nahrung Pumpen, Dämme oder Windräder. Und nicht selten greifen Farmer dann zum Gewehr. Das Elefantenschutzprojekt in der Wüste von Swakopmund versucht, diese schwierige Situation durch einfache Baumaßnahmen, Prävention und Forschung zu lösen. Teilnehmer erhalten eine Projekteinführung und ein Training zum Elefantenverhalten.
Wer ist angesprochen: Keine speziellen Kenntnisse notwendig, gerne gesehen: bauhandwerkliche Fähigkeiten und Begeisterung für Landwirtschaft und Tiere.
Sprachkenntnisse:
Gute Englischkenntnisse.
Kosten: Ab 840 Euro ohne Anreise.
Kontakt: www.travelworks.de/freiwilligenarbeit-namibia.html


Bauen in Ecuador

Ecuador-nachhaltige Landwirtschaft unterstützen

Worum geht es: Wer auf einer ökologischen Farm einen Ansatz zur nachhaltigen Landwirtschaft unterstützen will, ist hier genau richtig. Das Projekt in Santa Rosa in der Provinz Imbabura hilft dabei, die Situation der Bevölkerung vor Ort zu verbessern. Auf einem ehemals brachliegenden Areal, das jetzt umweltfreundlich bewirtschaftet wird, werden Lebensmittel für die lokalen Märkte produziert.
Wer ist angesprochen: Es ist viel körperliche Arbeit zu verrichten und zwar zum einen bei der klassischen Arbeit auf dem Feld und zum anderen bei der Neugestaltung der Farmanlagen. Besonders gefragt sind Zimmerer, Maurer oder Rohrverleger.
Sprachkenntnisse: Spanisch.
Kosten: Vier Wochen ab 930 Euro (1 Woche Sprachkurs 220 Euro), ohne Anreise.
Kontakt: www.freiwilligenarbeit.de/ecuador-eco-farm.html

Pflanzen in Neuseeland

Neuseeland-Naturschutzprojekte

Worum geht es: Einsame Strände, einzigartige Fjordlandschaften, mächtige Gletscher – kaum ein Land ist so facettenreich wie Neuseeland. Doch auch hier ist die Natur gefährdet. Das Projekt hat Standorte in Auckland, Wellington und Punakaiki. Die Arbeit variiert, zielt aber immer darauf ab, die Natur Neuseelands zu bewahren und so die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten. Im Detail geht es zum Beispiel um Biotopenschutz, die Installation oder Instandhaltung von Wanderwegen und Zäunen oder die Teilnahme an der Erstellung von Feldstudien.
Wer ist angesprochen: Teilnehmer sollten die Arbeit in und mit der Natur lieben, brauchen aber keine spezifischen Vorkenntnisse.
Sprachkenntnisse:
Englisch.
Kosten und Dauer: Zwei Wochen bis drei Monate, ab 700 Euro ohne Anreise: Auckland, Wellington, Punakaiki.
Kontakt: www.wegweiser-freiwilligenarbeit.com

Im Einsatz für die eigene Seele

Pilgern auf Franziskus‘ Spuren

Franziskusweg

Worum geht es: Deutlich ruhiger als der Jakobsweg, dafür aber auch anstrengender ist es auf dem Franziskusweg in Italien, der den Reisen des heiligen Franz von Assisi nachempfunden ist. Er verläuft zunächst durch den toskanischen und umbrischen Apennin, dann durch die Hügellandschaft Umbriens und Latiums und erreicht schließlich Rom.
Wer ist angesprochen: Der Weg kann sowohl individuell als auch in Gruppen erwandert werden. Körperliche Fitness ist notwendig.
Sprachkenntnisse: Italienisch, Englisch.
Kosten und Dauer: Siebentägige begleitete Gruppenreisen auf Teilstrecken und mit Gottesdiensten bietet das bayerische Pilgerbüro ab 795 Euro an. Da es keine offiziellen Pilgerunterkünfte gibt, müssen Individualwandernde auf kleine Hotels (ab 50 Euro), Zeltplätze oder Pfarrhäuser ausweichen.
Kontakt und weitere Infos: www.pilgerreisen.de/die-seele-umbriens-in-die-heimat-des-hl-franziskus

Ruhe finden im Kloster

Kloster Münsterschwarzach

Worum geht es: Nahrung für die Seele verspricht die unterfränkische Abtei Münsterschwarzach (Foto) ihren Gästen. Einzelgäste wie Gruppen können sich dem klösterlichen Tagesrhythmus anschließen und an den Gebetszeiten teilnehmen. Auch halbtägige Mitarbeit in den Klosterbetrieben ist möglich.
Wer ist angesprochen: Alle, die dem hektischen Alltag den Rücken kehren wollen. Geschlecht, Alter und Konfession sind egal.
Sprachkenntnisse: Deutsch
Kosten und Dauer: Pro Tag 43 Euro für Übernachtung und Vollpension (Einzelzimmer ohne Dusche und WC), bei Mitarbeit Preisnachlass von 12 Euro.
Kontakt und weitere Infos: www.gaestehaus.abtei-muensterschwarzach.de

Auftanken im Regenwald Sri Lankas

Sri Lanka


Worum geht es: Die 15-tägige Yogareise unter dem Motto „Genießen und Auftanken“ führt an die Südküste von Sri Lanka. Neben geführten Wanderungen, Rad- und Kanutouren in die unberührte Natur gibt es täglich zwei Stunden Yoga und mehrere Ayurveda-Anwendungen.
Wer ist angesprochen: Menschen, die offen sind für das fernöstliche Leben im Einklang mit der Natur. Die Yogastunden werden für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.
Sprachkenntnisse: Englisch, in den Ayurveda-Häusern teilweise Deutsch.
Kosten und Dauer: Gruppenreise ab 4 Personen, maximal 20 Personen.15 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Vollpension 2.750 Euro, inklusive Flug.
Kontakt und weitere Infos: www.neuewege.com/Yoga-Reisen/Sri-Lanka/

Im Einsatz für die Menschen

Kinder hüten auf den Fidschi-Inseln

Fidschi

Worum geht es: Die Kindergarten-Gruppen in dem armen Land sind oft so groß, dass die einheimischen Erzieher keine Zeit für den Einzelnen haben. Gefragt ist Unterstützung in allen Bereichen. Die Hilfsprojekte sind in Nadi und Lautoka auf der Insel Viti Levu angesiedelt. Die Kinder sind zwischen drei und vier Jahre alt.
Wer ist angesprochen: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sprachkenntnisse: Englisch.
Kosten und Dauer: Ab 1.865 Euro für zwei Wochen, ohne Anreise.
Kontakt: www.projects-abroad.de/projekte/sozialarbeit/sozialarbeit-auf-den-fidschi-inseln

Mitarbeiten auf dem ­Hospitalschiff

Mercyships

Worum geht es: Seit 1995 gibt es in Kaufbeuren im Allgäu den gemeinnützigen Verein Mercy Ships Deutschland. Er unterstützt die Arbeit auf der Africa Mercy, dem größten privaten Hospitalschiff der Welt. Der Verein sammelt Spenden, vermittelt Freiwillige.
Wer ist angesprochen: Mediziner, Zahnärzte, medizinische Hilfskräfte und nicht-medizinische Einsatzkräfte.
Sprachkenntnisse: Englisch.
Kosten und Dauer: Die meisten nicht-medizinischen Positionen erfordern eine Mindesteinsatzdauer von zwei Monaten oder mehr.
Kontakt: Eva-Maria Ortwein, Kaufbeuren, 08341 966199 – 20

Helfen in Kambodscha

Kambodscha

Worum geht es: Sich ehrenamtlich für die lokale Bevölkerung engagieren, das geht auf einer speziell arrangierten Rundreise durch Kambodscha. Gereist wird in einer Gruppe, begleitet von einem lokalen Guide, der aber nicht nur an historische und kulturelle Orte führt, sondern auch zu Freiwilligenprojekten in Schulen, Kinderheimen und Krankenhäusern. Gearbeitet wird in den ersten zwei Wochen in der Provinz Oddar Meanchey, beendet wird die Reise mit einer Woche am Strand Shianouk.
Wer ist angesprochen: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig ist Offenheit im Umgang mit Menschen.
Sprachkenntnisse: Englisch.
Kosten und Dauer: Vier Wochen 1.549 Euro, ohne Anreise.
Kontakt: freiwilligenarbeit.de/kambodscha-volunteer-rundreise.html


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