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Handwerker als Klimaschützer

Energiesparen | Die KfW Förderbank setzt bei ihrer neuen Förderinitiative doppelt auf das Handwerk. Die Betriebe sollen Kunden beraten und Maßnahmen fachgerecht ausführen.

Bauen und Wohnen für die Zukunft – so lautete das Motto der zweiten Heinsberger Meistermesse, und damit sich seine Kunden die Zukunft auch leisten können, hatte Jürgen Hohnen gleich noch einen Vortrag über Förderungen und Darlehen der KfW Förderbank ins Programm aufgenommen. Der Heizungs- und Lüftungsbaumeister Hohnen zählt zu den Initiatoren der Kooperation „Heinsberger Meisterteam“, die die Messe veranstaltet, und er weiß, dass umweltfreundliche und energiesparende Haustechnik bei den Kunden immer beliebter wird, die Mehrkosten aber nicht so einfach durchzusetzen sind.

Da hilft natürlich der Hinweis auf Finanzspritzen der KfW Förderbank, die mit ihrer neu strukturierten Förderinitiative „Wohnen, Umwelt, Wachstum“ Immobilienbesitzer unterstützt, die in Energiesparmaßnahmen investieren (siehe Programmübersicht). Ganz besonders dürfte das Handwerk freuen, dass in den neuen Richtlinien verlangt wird, dass Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Damit wird das Handwerk zum wichtigen Klimaschützer, denn gerade bei Neubauten und Sanierungen im Baubestand sind Know-how und hohe Qualität ein Muss. Die KfW Förderbank setzt ganz gezielt auf die Unterstützung durch die Handwerksbetriebe, denn „die zielgerichtete Beratung von Haus- und Wohnungseigentümer durch das Handwerk ist eine entscheidende Voraussetzung zur Erhöhung der öffentlichen Akzeptanz energiesparender Investitionen“, erklärt Joachim Rastert, Direktor der KfW Bankengruppe und Leiter des Bereiches Wohnungsbau (siehe Interview).

Dass das Handwerk als Multiplikator für die Förderprogramme der KfW im Bereich Energiesparen erfolgreich ist, zeigt die von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee vorgestellte positive Bilanz des CO2-Gebäudesanierungsprogramms 2006. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, ist ebenfalls erfreut über die Zahlen zur Energieeinsparung und den Beschäftigungseffekt für seine Branche. Mit der Ergänzung des Programms um eine Zuschusskomponente und der Einführung einer Förderkreditlinie für Kommunen bestehe die Chance, dass sich die Nachfrage auf hohem Niveau einpendelt.

Handwerksmeister Hohnen und seine 19 Mitarbeiter können das nur bestätigen, sie sind gut mit Aufträgen versorgt. „Ohne Informationen über die Fördermittel der KfW wären wir wohl nicht so gut ausgelastet“, weiß Hohnen.

reinhold.mulatz@handwerk-magazin.de

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