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Gebäudeenergieberater Handwerk wehrt sich gegen Ausschluss bei neuer Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat den „gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan (iSFP)“ vorgestellt. Ab Juli bekommen Gebäudebesitzer, die sich zu energetischen Sanierungsmaßnahmen beraten lassen, eine neue Förderung.

Themenseite: Energieeffizienz

Allerdings richtet sich die Förderung des Sanierungsfahrplans nach den Vorschriften der Vor-Ort-Beratung, H andwerker als Firmenchefs oder Angestellte wären dann als Berater ausgeschlossen. Fachkräfte des Handwerks müssten diesen Sanierungsfahrplan auch erstellen dürfen, fordert der Zentralverband des Deutschen Handwerks. Denn er sei ein sinnvoller Ansatz, weitere Impulse zu mehr Effizienzsanierungen im Gebäudebestand zu schaffen. Im Hinblick auf den bisherigen Ausschluss der Handwerker von der Vor-Ort-Beratung bestehe daher dringender Handlungsbedarf. Eine Berater-Unabhängigkeit müsse über Qualitätssicherungsverfahren sichergestellt werden.

Nicht nur im Internet

Auch die Bundesvereinigung Bauwirtschaft unterstützt grundsätzlich die neue Förderstrategie. Wichtig dabei sei jedoch, dass dieser One-Stop-Shop nicht nur im Internet präsent ist, sondern dass dahinter auch eine ausreichende Anzahl von fachlich kompetenten Ansprechpartnern für die Bürgerinnen und Bürger steht.

In der Fortschreibung der Förderprogramme, insbesondere der Beratungsprogramme, wie der BAFA-Vor-Ort-Beratung, müssten die Gebäudeenergieberater, die gleichzeitig einen Betrieb haben, ebenfalls anerkannt werden und den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ausstellen dürfen. Nur so lasse sich das Ziel einer Breitenwirkung erreichen.

Anspruchsvolle Weiterbildung

In der Handwerksorganisation wurden in einer anspruchsvollen Weiterbildung, auf die beispielsweise auch Ingenieure und Architekten gerne zurückgreifen, bisher 29.500 Gebäudeenergieberater (Hwk) ausgebildet. Jährlich bildet die Handwerksorganisation rund 1.000 weitere Gebäudeenergieberater (Hwk) aus. Die Weiterbildung umfasst 240 Unterrichtsstunden, in denen die technischen, bauphysikalischen und sonstigen erforderlichen fachlichen Kompetenzen vermittelt werden. Teilnahmevoraussetzung für die Weiterbildung ist eine vorangegangene Meisterausbildung.

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