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Häuslebauer machen Freude

Hochbau Private Bauherren investieren wieder, das bringt den handwerklichen Baubetrieben Umsatzzuwächse und Gewinne.

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Branche. Hochbauunternehmen haben ihren Schwerpunkt im Wohnungsbau, gefolgt vom Wirtschaftshochbau sowie dem öffentlichen Hochbau. Im Wohnungsbau sind die privaten Bauherren die Hauptauftraggeber, gewerbliche und institutionelle Auftraggeber investieren aber zunehmend im Bereich Energieeinsparung.

Die Branche ist überwiegend klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 11,6 Beschäftigten. Die Zahl der Betriebe hat durch den Konjunkturaufschwung 2010 und 2011 zugenommen, auch die Mitarbeiterzahl ging leicht nach oben.

Betriebsvergleich. Laut Betriebsvergleich der Landes-Gewerbeförderungsstelle des NRW-Handwerks hat sich die Ertragslage im Hochbauhandwerk 2009 gegenüber 2008 verbessert. Die Betriebe erreichten einen betriebswirtschaftlichen Gewinn von 1,1 Prozent der gesamten Betriebsleistung. In den vorangegangenen Jahren waren die Ergebnisse noch negativ. Diese positive Entwicklung ist jedoch allein auf eine Verbesserung bei den größeren Betrieben - mit zehn und mehr Beschäftigten - zurückzuführen. Die Kleinstbetriebe erwirtschafteten ein negatives Ergebnis.


Konjunktur. Aufgrund der deutlichen Belebung im Wohnungsneubau erhöhten sich die Umsätze im Hochbau 2011 um 5,2 Prozent, für 2012 wird ein Plus von 2,2 Prozent erwartet. Die Rückgänge im öffentlichen Hochbau werden von einer stabilen Nachfrage gewerblicher Auftraggeber kompensiert. Durch die Umsatzsteigerung und die weiterhin gute Konjunktur im Hochbau wird die Ertragslage in diesem Jahr ein zufriedenstellendes Niveau erreichen. Die Lohnsteigerungen für die Mitarbeiter können bei stabiler Nachfrage auf die Angebotspreise aufgeschlagen werden.


Aussichten. Die beschlossene Energiewende der Bundesregierung wird in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen erfordern, von denen der Hochbau profitiert. Viel wird davon abhängen, wie weit Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung bereitgestellt und Vorschriften zur Gebäudedämmung verschärft werden. Pläne dafür gibt es. (Quelle: BVR)

- reinhold.mulatz@handwerk-magazin.de

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