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Gute Aussichten: ifo Institut erwartet 2015 Wirtschaftswachstum

Gute Nachrichten für Unternehmer: Das ifo Institut erwartet 2015 mehr Schwung für die deutsche Wirtschaft - und das in unterschiedlichsten Bereichen. So ist nicht nur bei der Wirtschaftsleistung ein Aufwärtstrend zu erwarten, auch in Sachen Konsum und Export ist mit einer positiven Entwicklung zu rechnen.

Themenseiten: TS Konjunktur und TS Jahresausblick 2015

Die Wirtschaftsleistung wird im kommenden Jahr um 1,5 Prozent steigen. Diese führe wiederum zu mehr Konsum, der im nächsten Jahr um 1,7 Prozent zulegen dürfte, nach 1,1 Prozent in diesem Jahr, erklärten die Forscher. " Die fallenden Ölpreise und der Kursverfall des Euro haben mitgeholfen, die Schockstarre nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise zu überwinden. Die Unternehmen schauen nun wieder etwas gelassener in die Zukunft“, so Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts.

Arbeitslosenquote sinkt 2015

Zusätzlich werden die Deutschen mehr Geld in den Taschen haben. Denn nach Prognose der ifo Konjunkturabteilung dürfte auch die Arbeitslosenquote leicht sinken - und zwar von 6,7 Prozent auf 6,6 Prozent. Das bedeutet, dass im Jahresmittel noch knapp unter 2,9 Millionen Menschen arbeitslos sein werden.
Die Zahl der Erwerbstätigen wird dank der starken Einwanderung einen neuen Rekord von 42,84 Millionen erreichen. Die Preise werden um 0,8 Prozent steigen, etwas weniger als noch 2014.

Importe und Exporte legen zu

Auch bei Import und Export geht es weiterhin bergauf. Während die deutschen Exporte der ifo-Prognose zufolge 2015 um beachtliche 5,2 Prozent zulegen werden, wird für die Importe sogar ein Plus von 5,8 Prozent erwartet. Gleichzeitig dürfte der Überschuss der Leistungsbilanz um weitere 10 Milliarden steigen. Er erreicht damit ein Rekordhoch von insgesamt 222 Milliarden Euro. Die Investitionen steigen vermutlich um 2,0 Prozent, nach 2,8 Prozent 2014.

Für 2014 erwartet das ifo Institut nun ebenfalls 1,5 Prozent Wachstum. „ Dies liegt auch an Aufwärtsrevisionen der offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamts für zurückliegende Quartale, die sich in einer höheren Jahresrate niederschlagen, als wir kürzlich noch prognostiziert hatten“, fügte Wollmershäuser, Leiter der ifo-Konjunkturabteilung, hinzu.

Eckdaten der Prognose

Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr a

2012 2013 2014b 2015b
Private Konsumausgaben 0,7 0,8 1,1 1,7
Konsumausgaben des Staates 1,2 0,7 1,2 1,5
Bruttoanlageninvestitionen -0,7 -0,6 2,8 2,0
Ausrüstungen -3,0 -2,4 3,1 2,6
Bauten 0,6 -0,1 3,2 1,7
Sonstige Anlagen 0,1 1,3 1,2 1,6
Inländische Verwendung -0,9 0,7 1,2 1,5
Exporte 2,8 1,6 3,9 5,2
Importe 0,0 3,1 3,7 5,8
Bruttoinlandsprodukt 0,4 0,1 1,5 1,5
Erwerbstätige (1000 Personen) c 42.033 42.281 42.651 42.841
Arbeitslose (1000 Personen) 2.897 2.950 2.900 2.875
Arbeitslosenquote BA d 6,8 6,9 6,7 6,6
Verbraucherpreise e
(Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr)
2,0 1,5 0,9 0,8
Lohnstückkosten f
(Veränderung in % gegenüber dem Vorjahr)
3,1 2,2 1,8 1,8
Finanzierungssaldo des Staates g
in Mrd. Euro 2,6 4,2 9,9 3,6
in % des Bruttoinlandproduktes 0,1 0,1 0,3 0,1
Leistungsbilanzsaldo
in Mrd. Euro 196,2 189,2 212,0 222,0
in % des Bruttoinlandproduktes 7,1 6,7 7,3 7,4

a) Preisbereinigte Angaben, b) Prognose des ifo Instituts, c) Inlandskonzept, d) Arbeitslose in % der zivilen Erwerbspersonen (Definition gemäß der Bundesagentur für Arbeit), e) Verbraucherpreisindex (2010 =100), f) Im Inland entstandene Arbeitnehmerentgelte je Arbeitnehmerstunde bezogen auf das reale Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde, g) In der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG 2010)

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