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Arbeitszimmer Großzügige Richter bei häuslichem Büro

Wenn Handwerksunternehmer im Betrieb kein komplett für sie eingerichtetes Büro haben, können sie ein häusliches Arbeitszimmer absetzen – so der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil.

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Der Fall: Ein selbstständiger Logopäde führte zwei Praxen mit mehreren Mitarbeitern. Es gab keinen Raum, in dem er in Ruhe am Schreibtisch arbeiten konnte. Deshalb setzte er die Aufwendungen seines heimischen Arbeitszimmers mit bis zu 1.250 Euro ab. Das Finanzamt wollte dies so nicht zulassen.

Das Urteil: Für die Richter des Bundesfinanzhofs in München waren die Verhältnisse in der Praxis nicht geeignet, um Verwaltungsarbeiten zu erledigen (Az.: III R 9/16). Der Selbstständige hatte zwar in der Praxis einen Schreibtisch, doch nutzen auch seine Angestellten den Raum. Er konnte nicht einmal seine Unterlagen ungesehen sortieren und aufbewahren.

Aufwendungen fürs heimische Büro steuerlich geltend machen

Der Tipp: Falls Handwerksunternehmer im Betrieb keinen ausreichend großen Arbeitsraum haben, in dem sie ungestört notwendige Bürotätigkeiten erledigen können, ist es möglich, Aufwendungen fürs heimische Büro steuerlich geltend zu machen – zumindestens bis zur Grenze von 1.250 Euro im Jahr.

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