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Geschäftsmodelle für Handwerksbranchen: Ersatzteile selbst drucken

Die allgegenwärtige Handyschale aus dem Heim-PC ist bei Weitem nicht das einzige vorstellbare Produkt aus dem 3D-Drucker. Vielmehr erwarten Experten gleich mehrere Wellen an neuen ­Methoden, von denen viele Handwerksbranchen jetzt schon betroffen sind oder es werden.

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Axel Oppermann, Chef des Analystenhauses Avispador, erläutert: „Zunächst schaffen die Drucksysteme einen Markt für hochpreisige Produkte wie zum Beispiel Zahnersatz oder komplexe Orthopädietechnikprodukte. Dann werden insbesondere massenindividualisierte Produkte wie Orthopädieschuhtechnik, Haarersatz sowie Produkte in minimaler Losgröße (Kleinserien) vom Markt aufgegriffen“, so Oppermann. Für folgende Handwerksbereiche gibt es interessante Einsatzmöglichkeiten für die 3D-Drucktechnik:

Kunst und Design

„Künstlern und Designern eröffnen die additiven Fertigungsverfahren neue Möglichkeiten. Mit der Technologie lassen sich Kunstwerke, Skulpturen und Designobjekte aus unterschiedlichen Werkstoffen nach CAD-Daten herstellen“, so der VDI.

Betroffene Handwerksbranchen: Gold- und Silberschmiede, Schmuckdesigner. „Es wird so kommen, dass Goldschmiede in zehn Jahren nicht mehr nur den fertigen Ring ausliefern, sondern Daten zur technischen und digitalen Fertigung an den Endkunden ausliefern. Hierdurch lassen sich neue Kundengruppen und Geschäftsmodelle entwickeln“, berichtet Axel Oppermann.

Kfz, Sanitär Heizung Klima, Elektro

Mit zertifizierten Druckern lassen sich künftig vor Ort in der Werkstatt Ersatzteile herstellen: der Bremshebel und die Fußraste für das Fahrrad ebenso wie die Rasternase aus Kunststoff für das Windschott am Cabrio.

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