Wirtschaft -

Geschäftsklima im Mittelstand stagniert nach Rekordanstieg

Nach dem Rekordanstieg im Juli kann das Geschäftsklima im Mittelstand laut KfW Bankengruppe und ifo Institut sein gutes Niveau von 21,0 Saldenpunkten behaupten.

Allerdings beruht diese Entwicklung auf zwei gegenläufigen Effekten. Während die Lageurteile im Mittelstand weiter ansteigen (um 1,7 Zähler auf 25,4 Saldenpunkte), geben die Geschäftserwartungen um 1,8 Zähler nach und sinken auf 16,2 Saldenpunkte. Dies deutet zwar auf eine perspektivische Abkühlung der Konjunktur im Mittelstand hin; Hinweise darauf, dass eine solche Korrektur bereits eingesetzt hätte, lassen sich aber noch nicht finden.

Die Beschäftigungserwartungen verbessern sich im Berichtsmonat weiter geringfügig: bei den mittelständischen Unternehmen um 0,2 Zähler auf 14,8 Saldenpunkte.

Eine heterogene Entwicklung zeigt sich bei den Absatzpreiserwartungen: Während die Mittelständler eine leichte Eintrübung (-1,7 Zähler) melden, verbessern sich die Absatzpreiserwartungen der Großunternehmen um 1,1 Zähler. Allerdings schätzen die mittelständischen Unternehmen im Niveau ihre Absatzpreisentwicklung immer noch spürbar positiver ein als die Großunternehmen (6,9 Saldenpunkte vs. 5,0 Saldenpunkte).

Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW: "Entgegen vielen Erwartungen konnte der Mittelstand das sehr gute Ergebnis des Vormonats im August behaupten." Zwar deute der Rückgang in den mittelständischen Geschäftserwartungen auf eine perspektivische Abkühlung hin, aber der sehr dynamische Impuls aus dem sensationell guten zweiten Quartal wirke noch spürbar in die zweite Jahreshälfte hinein. "Vieles deutet darauf hin, dass die Erholung ihren Höhepunkt erreicht hat", sagt Irsch.

(KfW/sel)

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