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Fuhrpark: Neue Navis denken mit

Den Weg finden alle Navis, aber Profi-Geräte helfen, den Fuhrpark wirtschaftlich zu verwalten und den Außendienst effizient zu steuern. handwerk magazin hat vier neue Navigationsgeräte getestet.

Die Navihersteller haben tüchtig aufgerüstet. Ihre Geräte helfen Handwerkern, Sprit und Zeit zu sparen, unterstützen sie dabei, knifflige Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden, und sind für Betriebe eine kaufmännische Hilfe beim Flottenmanagement.

Für knapp 200 Euro gibt es Geräte, bei denen lebenslang das Kartenmaterial aktualisiert wird. Verzögerte Anfahrten beim Kunden wegen länger gesperrter Strecken sind somit passé. Vorsicht vor Auslaufmodellen, hier ist dieser Service mitunter kostenpflichtig. Ein weiteres Ärgernis ist in aktuellen Navis ebenfalls nicht mehr vorhanden. Der „Traffic Message Channel“ (TMC), der allzu oft erst vor einem Stau gewarnt hat, als man bereits mittendrin stand. Deutlich leistungsfähiger sind Navis mit sogenannten Live-Diensten. Hier werden wesentlich aktuellere und akkuratere Informationen in Echtzeit mit in die Routenplanung integriert. Das Navi muss lediglich mit dem Smartphone gekoppelt werden. Dafür ist ein Flatrate-Tarif mit entsprechendem Datenvolumen nötig, damit Chefs bei der monatlichen Handyrechnung keinen Schrecken bekommen.

Telematik lohnt sich

Am leistungsfähigsten sind jedoch Geräte, die Navigation und Telematik (siehe auch Kasten) kombinieren. Hier sammelt im Auto angeschlossene Hardware jede Menge Daten, von der Fahrteffizienz über den Kraftstoffverbrauch bis hin zu Motorfehlercodes. Sogar Stillstandszeiten der Fahrzeuge lassen sich anzeigen, und die Tourenplanung kann optimiert werden, da der Chef sekundengenau sieht, wo sich die Fahrzeuge befinden. Solche Geräte lohnen sich bereits ab fünf Autos im Außendienst und einem geografisch ausgeweiteten Kundenkreis, etwa über mehrere Städte oder Landkreise.

Die gesammelten Daten werden dabei über gängige Schnittstellen mittels WLAN oder Handynetz an die Flottenmanagement-Software im Büro weitergegeben. Diese zeigt auf einem Leitstand alle Auswertungen an. Hersteller Garmin setzt dabei auf offene Android-Software, sodass ein Austausch mit anderen Open-Source-Lösungen möglich ist. Auch lassen sich diese Informationen in Excel übertragen. Zudem sorgen Partner mit eigens programmierter Software dafür, dass der Chef die Infos sogar in seine Handwerkersoftware integrieren kann. Derlei Ansätze lohnen sich jedoch nur für größere Betriebe, die beispielsweise auf einen Fuhrpark von 20 und mehr Autos zugreifen.

Wer als Chef jedoch die Investition von einigen hundert bis mehreren tausend Euro mindestens für Flotten-Soft- und -Hardware scheut, der kann jetzt auf das Cloud-Angebot „Webfleet Optidrive 360“ zurückgreifen. Ab 19,90 Euro monatlicher Miete und rund 700 Euro pro Auto einmaliger Hardwarekosten (siehe Tom Tom Pro 7250) verspricht Hersteller Tom Tom “bei einer Flotte von sechs Fahrzeugen allein eine jährliche Kraftstoffersparnis von 2000 Euro“.

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