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Ausbildungsplätze: Wie Sie jetzt noch einen Azubi finden

Zum Ausbildungsstart waren bei den Handwerkskammern noch 28.000 freie Ausbildungsplätze registriert. Viele Stellen für Bäcker, Fleischer, Elektroniker und Metallbauer blieben bisher unbesetzt. Was Sie tun können, wenn Sie noch einen Azubi suchen.

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Rund 28.000 freie Ausbildungsplätze stehen noch in den Börsen der Handwerkskammern. Das sind 5000 mehr als 2013 zu diesem Zeitpunkt. Besonders Bäcker oder Fleischer, aber auch gewerblich-technische Ausbildungsbetriebe im Handwerk suchen aktuell noch dringend Auszubildende. Viele Stellen für Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima, Elektroniker, Metallbauer oder Kfz-Mechatroniker sind bisher unbesetzt.

Das Handwerk vergibt immer noch die Hälfte seiner Ausbildungsplätze an Hauptschulabgänger, sowie an Realschulabsolventen. Deren Zahl geht jedoch weiter zurück. Immer mehr Jugendliche schließen die Schule mit dem Abitur ab. „Mittlerweile setzt die Hälfte eines Jahrgangs auf Abitur und Studium. Für viele praktisch begabte Jugendliche wäre das Handwerk die bessere Wahl“, sagte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) der Passauer Neuen Presse.

Dazu kommen bis zu 20 Prozent der Schüler, die laut PISA-Studie Schwierigkeiten bei lesen, schreiben und rechnen haben sowie Probleme im sozialen Bereich. „Wenn im Vorjahr angeblich über 80.000 Jugendliche mit Ausbildungsreife keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, dann frage ich mich, warum im Handwerk reihenweise attraktive Ausbildungsplätze frei geblieben sind“, kommentierte Schwannecke.

Tipps für Ausbilder

Was Sie tun können, um jetzt noch einen Azubi zu finden:

  • Lehrstellenbörsen nutzen: Tragen Sie Ihren freien Ausbildungsplatz online in die Lehrstellenbörse ihrer Handwerkskammer und in die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ein. In einigen Regionen Deutschlands bieten auch die Landratsämter Stellenbörsen an, zum Beispiel im Landkreis Regensburg. Der Eintrag ist kostenlos.
  • Stellenangebot im Betrieb aushängen: So sieht jeder, der in Ihren Betrieb kommt, dass bei Ihnen eine Ausbildungsstelle frei ist.
  • Kunden ansprechen: Erzählen Sie Ihren Kunden, dass Sie noch einen Ausbildungsplatz zu vergeben haben. So erfahren viele Menschen in Ihrer Region von der freien Stelle.  
  • Angebot über die Internetseite und soziale Medien verbreiten: Schalten Sie Ihr Stellenangebot auf Ihrer Homepage und verbreiten Sie über Facebook und Twitter, dass Sie noch einen Auszubildenden suchen.
  • Kontakt mit den Berufsschulen aufnehmen: In Berufsvorbereitungskursen der Berufsschulen sitzen Schüler, die noch keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden haben. Hier kann die Berufsschule Kontakte vermitteln.
  • Schulen in Ihrer Region ansprechen: Viele Schulen bieten Betrieben die Möglichkeit, ihre Angebote für Ausbildungsplätze am schwarzen Brett auszuhängen.
  • Anzeige in regionalen Medien schalten: Eine Anzeige in der regionalen Tageszeitung ist eine weitere Möglichkeit auf Ihren freien Ausbildungsplatz aufmerksam zu machen, kostet jedoch Geld.

Bis zum 30. September können Azubis noch in das bereits begonnene Ausbildungsjahr einsteigen. Auch zu einem späteren Zeitpunkt können Sie noch Lehrlinge einstellen, die werden dann aber womöglich erst ein halbes Jahr später zu den Abschlussprüfungen zugelassen.

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