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Forderungen des ZDH: Was das Handwerk für die Qualifizierung von Flüchtlingen benötigt

Dass die Qualifizierung von Flüchtlingen eine Chance für das Handwerk sein könnte, ist den Innungen, Kammern und Verbänden klar. Sie fordern Unterstützung durch die Politik.

Themenseite: Flüchtlinge

Mit Projekten und Programmen unterstützt das Handwerk bei Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen. Da dies teils ein aufwendiger Prozess ist, fordert der ZDH politische Maßnahmen, um die Arbeit zu erleichtern:

Beschleunigte Asylverfahren:

Je schneller der Aufenthaltsstatus geklärt ist, umso schneller können Betriebe und geeignete Arbeitnehmer zusammengeführt werden.

Förderung für Kompetenzfeststellung und Sprachkurse:

Die beruflichen Eignungen der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive müssen unverzüglich festgestellt werden. Sprachkurse sind ebenfalls in größerer Zahl und schneller anzubieten. Dafür fehlt es an der nötigen Förderung.

Rechtssicherer Ausbildungsaufenthalt:

Jugendliche Flüchtlinge und Betriebe brauchen Sicherheit, dass eine Ausbildung abgeschlossen werden kann und die Gesellen weiterbeschäftigt werden dürfen. Die Forderung (3+2): ein verlässlicher grundsätzlich auf drei Jahre ausgelegter Ausbildungsaufenthalt und weitere zwei Jahre Abschiebefreiheit.

Unterstützung von Unternehmenspaten:

Betriebe dürfen mit den bürokratischen Hürden nicht allein gelassen werden. Für die geschulten Berater („Kümmerer“) der Organisationen müssen Fördermittel bereitgestellt werden.

Vernetzung aller Akteure:

Um Flüchtlinge erfolgreich zu integrieren, müssen alle beteiligten Behörden, Organisationen und Akteure besser vernetzt werden. Das schließt die lokale Ebene mit ein.

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