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Fördermittel: Programm für ausländische Lehrstellenbewerber

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland und als Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Sonderprogramm „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa“ (MobiPro-EU) entwickelt.

Themenseite: Ausbildung

Folgende Förderleistungen können ausländische Bewerber für eine Lehrstelle in Deutschland in Vorbereitung auf die Ausbildung oder das vorgeschaltete Praktikum und für die Dauer der Ausbildung beantragen. Zuständig für die Bearbeitung sind die Arbeitsagenturen.

1. Finanzierung eines Deutschsprachkurses im Herkunftsland

Leistung: Bis zu 8 Wochen im Umfang von maximal 170 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten, Stundenhöchstsätze variieren je nach Land, maximal 10 €/UE. Die Kosten werden zunächst vom Antragsteller vorgeleistet.

Antragsverfahren: Der Antrag erfolgt vor Beginn des Sprachkurses unter Angabe des vorgesehenen Sprachkursträgers und der Kosten für den Kurs. Beizufügen ist ein positives Votum der Vermittlungsfachkraft im EURES-Netzwerk oder die Vermittlungszusage einer sonstigen anerkannten Institution bzw. ein schriftliches Ausbildungsangebot.

Nachweisführung: Vorlage der vom Träger des Kurses erstellten Bestätigung der regelmäßigen Teilnahme sowie Vorlage von Kursgebühren und Zahlungsnachweisen.

 2. Anreisekostenpauschale zum Bewerbungsgespräch

Leistung: 200 € bis zu einer einfachen Entfernung von 500 km, 300 € ab 500 km. Die Kosten werden zunächst vom Antragsteller vorgeleistet.

Antragsverfahren: Der Antrag erfolgt vor dem Bewerbungsgespräch mit Angabe des vorgesehenen Ausbildungsbetriebes. Beizufügen ist ein positives Votum der Vermittlungsfachkraft im EURES-Netzwerk oder die Vermittlungszusage einer sonstigen anerkannten Institution bzw. ein schriftliches Ausbildungsangebot.

Nachweisführung: Bestätigung des Ausbildungsbetriebs, dass das Bewerbungsgespräch stattgefunden hat (es bedarf keiner Vorlage von Fahrtickets).

 3. Anreisekostenpauschale zur Aufnahme des ausbildungsvorbereitenden Praktikums

Leistung: 200 € bis zu einer einfachen Entfernung von 500 km, 300 € ab 500 km. Die Kosten werden zunächst vom Antragsteller vorgeleistet.

Antragsverfahren: Der Antrag erfolgt vor Reiseantritt unter Angabe des vorgesehenen Praktikums. Beizufügen ist ein positives Votum der Vermittlungsfachkraft im EURES-Netzwerk oder die Vermittlungszusage einer sonstigen anerkannten Institution bzw. ein schriftliches Ausbildungsangebot.

Nachweisführung: Vorlage des Praktikumsvertrags sowie Bestätigung des Ausbildungsbetriebs, dass das Praktikum aufgenommen wurde (es bedarf keiner Vorlage von Fahrtickets).

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