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Privatbrauerei Ayinger Flaschenreinigungsmaschine spart Wasser und Energie

Wasser sparen in einer Brauerei? Die neue Flaschenreinigungsmaschine der Brauerei Aying macht es möglich. Die Anlage ist besonders ­effektiv, spart neben Wasser auch Energie und ist bislang einzigartig.

Themenseiten: TS Energieeffizienz und TS Energiesparen

In der Halle klappern Flaschen, der Boden ist feucht, und es riecht nach Bier. So weit, so normal in der Flaschenabfüllung der mittelständischen „Brauerei Aying Franz Inselkammer KG“, besser bekannt einfach nur als "Ayinger", in Aying bei München. Ungewöhnlich ist jedoch die neue Flaschenreinigungsmaschine: Mitte November wurde das etwa 30 Jahre alte Vorgängermodell gegen die neue Anlage ausgetauscht. Die Erwartungen sind hoch: Die Maschine soll künftig etwa 20.000 Flaschen pro Stunde effektiv reinigen. Dabei wird sie über 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs an Strom und Wasser einsparen.

Hochtemperaturwärmepumpe nimmt Wärme aus dem Reinigungswasser

Die Schwierigkeit beim Wassersparen: Das Wasser kühlt die Flaschen während des aufwendigen Reinigungsprozesses. Setzt man also weniger Frischwasser ein und bereitet Wasser teilweise wieder auf, steigt die Temperatur der Flaschen. Diese müssen beim Befüllen mit Bier aber kühl sein.

Die neue Flaschenreinigungsmaschine umgeht das Problem mithilfe einer Hochtemperaturwärmepumpe. Diese nimmt die überschüssige Wärme aus dem Reinigungswasser auf und kann zusammen mit der Abwärme des vorhandenen Blockheizkraftwerks das Laugenbad beheizen. Gegenüber heutigen Standard-Maschinen verbraucht die Anlage 37 Prozent weniger Wasser und 54 Prozent weniger Energie.

"Nachhaltigkeit gehört zur Philosophie"

Das Projekt, für das der Maschinenhersteller einen Pilotkunden suchte, war perfekt für die Brauerei. „Wir waren die Ersten, die gesagt haben, da machen wir mit“, erzählt Geschäftsführer Franz Inselkammer. In der EMAS-zertifizierten (Eco-Management and Audit Scheme) Brauerei gehört Nachhaltigkeit zur Philosophie: „Wir tätigen sehr langfristige Investitionen, die Sinnhaftigkeit steht dabei immer im Vordergrund.“ Die neue Anlage für 1,5 Millionen Euro ist so eine Investition.

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