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Fachkräfte im Betrieb halten

Sie haben ein gutes Team und wollen es auch behalten? Dann müssen Sie mehr bieten als einen sicheren Arbeitsplatz. Welche Wege im Handwerk funktionieren, zeigen die vier Beispiele erfolgreicher Betriebe.

Themenseite: Arbeitszeit und Arbeitszeitmodelle

Muss ein Geselle im Malerhandwerk zwingend acht Stunden täglich arbeiten? Uwe Walter, Malermeister und Inhaber der Firmengruppe Walter in Dortmund, hat dazu eine klare Meinung: „Auf gar keinen Fall, Teilzeit muss auch im gewerblichen Bereich möglich sein.“ Schließlich hätte er sonst keinen alleinerziehenden Vater einstellen können, der täglich nur sieben Stunden Zeit für den Job hat.

Da es in seiner Branche immer mehr weibliche Azubis gibt, die einmal eine Familie gründen wollen, sind die Betriebe laut Walter gut beraten, in familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu investieren: „Facharbeitermangel und Nachwuchssorgen sind Fakt, das Familienbild ändert sich genauso wie die Ansprüche der Kunden – darauf müssen wir reagieren.“ Neben flexiblen Teilzeitlösungen und der Möglichkeit zum Homeoffice möchte der überzeugte Familienmensch seine Mitarbeiter in möglichst vielen Bereichen unterstützen (mehr Info siehe rechts): „Sie sind für mich das wichtigste Gut des Unternehmens“.

Perspektive statt Geld bieten

Obwohl die meisten Chefs diese Aussage sofort unterschreiben würden und viele Betriebe ihre offenen Stellen nicht mehr besetzen können, ist eine systematische Personalentwicklung im Handwerk noch immer die Ausnahme. Zu diesem Ergebnis kam das „Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk“ an der Uni Köln. So haben die Wissenschaftler festgestellt, dass die Betriebe zwar einige bewährte Maßnahmen anbieten, diese Instrumente aber eher zufällig und ohne erkennbares System in Richtung Fachkräftesicherung eingesetzt werden.

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