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Express-Absenkung der Einspeisevergütung sorgt für Kritik

Die kurzfristige Ankündigung der Bundesregierung, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen erneut zu kürzen, hat die Branche auf die Barrikaden gebracht. Das Handwerk befürchtet einen Markteinbruch und den Abbau von Arbeitsplätzen. Ein neuer Kompromissvorschlag soll die Gemüter beruhigen – bis zur nächsten Absenkung.

Express-Absenkung der Einspeisevergütung sorgt für Kritik
Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen will die Bundesregierung erneut senken. Durch die kurzfristige Ankündigung sehen viele Handwerker ihre bereits erteilten Aufträge in Gefahr. -

Am 23. Februar gab die Bundesregierung bekannt, die Einspeisevergütung kurzfristig zum 9. März um 20 bis 30 Prozent kürzen zu wollen. Wie inzwischen bekannt geworden ist, liegt nun ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch: Ein Entwurf, über den die CDU-/CSU-Bundestagsfraktion am 6. März beraten hat, sieht vor, für Photovoltaikanlagen auf Dächern und Freiflächen die bisherigen Regelungen bis zum 31. März beizubehalten. Für Dachanlagen soll die Vergütung zum 1. April abgesenkt werden.  Für Freiflächenanlagen soll die Kürzung erst zum 1. Juli erfolgen.

Kurze Verschnaufpause erreicht

Für die Handwerksbetriebe, die in der Solarbranche tätig sind, ist damit eine kurze Verschnaufpause gewonnen. Zuvor hatte sich Widerstand gebildet, weil die bereits geplanten Anlagen zum Stichtag 9. März kaum noch installiert werden können. So hatte der Fachverband Energie- und Gebäudetechnik Bayern – Thüringen in einem Brief an Umweltminister Norbert Röttgen die verlängerte Frist gefordert. Wie der Verband erklärt, hätten Banken über Nacht ihre zugesagten Kredite zurückgezogen, besonders für Handwerksbetriebe entstehe durch die neue Regelung ein Schaden, der „irreparabel ist und in einer Fülle von Klagen enden wird“.

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