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Export: Russlandgeschäfte auf Eis legen

4,9 Prozent
der sächsischen Handwerksunternehmen sind in Russland aktiv.
Über 50 Prozent
der von Roland Berger befragten Führungskräfte rechnen damit, dass die Sanktionen noch bis 2016 laufen.

Rechtsirrtum vermeiden

Nicht blenden lassen sollten sich Handwerksunternehmer, wenn der Zoll derzeit ihre Warenlieferungen nach Russland durchwinkt. „Darin ist keine stillschweigende Bestätigung für die Legalität eines Exports zu sehen“, warnt die Außenwirtschafts- und Zollrechtsexpertin Isabel Ludwig von Rödl & Partner, Stuttgart. Die Verantwortung im Bereich der Exportkontrolle liegt immer beim Handwerker selbst. Und der braucht zunächst die Ausfuhrgenehmigung der BAFA. Nachträgliche Prüfungen kommen sehr häufig vor – auch seitens der Zollkriminalämter. „Werden bei einer Nachprüfung Verstöße festgestellt, drohen neben hohen Bußgeldern auch strafrechtliche Konsequenzen. Und das mindestens bis zu drei Jahre rückwirkend nach der Lieferung. Das kann für betroffene Unternehmen dramatische Auswirkungen haben“, sagt Ludwig.

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