Knigge für Auszubildende -

Der Knigge für Auszubildende Teil 3: Sich beim Kunden präsentieren

Für viele Auszubildende ist der Start ins Berufsleben nicht einfach. Unsere Serie zum „Knigge für Auszubildende im Handwerk" hilft ihnen und ihren Chefs mit praktischen Tipps. Der dritte Teil befasst sich mit dem ersten Auftreten beim Kunden zuhause.

Topic channels: TS Ausbildung und TS Knigge für Auszubildende

Der erste Eindruck zählt. Diese simple Weisheit gilt in jedem Beruf; für Handwerker aber in besonderem Maße, da sie häufig den direkten Kundenkontakt pflegen. Auch die Auszubildenden der Betriebe müssen sich bewusst machen: Sie gelten als Visitenkarte ihres Arbeitsgebers und repräsentieren ein ganzes Unternehmen. Deshalb sollten sie sich beim Kundenbesuch nur von ihrer besten Seite zeigen. Auf folgende Punkte sollten sie besonders Wert legen:

Sich präsentieren

Vorstellen. Jeder Mitarbeiter, der zum Kunden geht, muss sich dort vorstellen. Im Idealfall übernimmt das der Meister oder der Teamchef für alle Kollegen. Geschieht dies nicht, muss der Lehrling selbst die Initiative ergreifen. Ob zur Begrüßung die Hand gegeben wird, entscheidet der Kunde. Zur Vorstellungsrunde gehören Vor- und Nachname sowie die Stellung im Betrieb. Ein Beispiel: „Guten Morgen Herr Meier. Ich bin Benjamin Huber, Auszubildender im dritten Lehrjahr.“ Wenn vorhanden, können dazu Visitenkarten ausgegeben werden.

Ansprechen. Kunden werden immer gesiezt, auch wenn die Kollegen diesen eventuell duzen. Auch den Titel des Kunden wie Doktor oder Professor sollten die Handwerker nennen, wenn dieser bekannt ist. Darüber muss sich der Auszubildende bereits im Vorfeld informieren (siehe Serie Teil 2). Gibt der Kunde zu verstehen, dass er keinen Wert auf den Titel legt, darf man darauf verzichten.

Den Auftragsort begehen

Eintreten. Besonders gut kommt es an, wenn Handwerker beim ersten Eintreten Überschuhe tragen. Es vermittelt dem Kunden die Sicherheit, dass er Besuch Rücksicht auf die Einrichtung der Wohnung nimmt. Auch die Tatsache, dass der Kunde immer voraus geht bei der Besichtigung, drückt den Respekt der Handwerker aus: Die Wünsche des Auftraggebers stehen an erster Stelle. Der Auszubildende geht immer als letzter.

Informieren. Am Anfang des Arbeitseinsatzes steht eine Begehung des Auftragsortes: Welche Arbeiten müssen wo durchgeführt werden? Gibt es spezielle Kundenwünsche? Worauf müssen die Handwerker Rücksicht nehmen? Gibt es offene Fragen? Auch der Auszubildende sollte bei der Begehung dabei und aufmerksam sein. Dann ist sichergestellt, dass das gesamte Team Bescheid weiß und sich an die Regeln des Kunden halten kann. Bei Unklarheiten bezüglich der Aufgaben, darf der Lehrling beim Meister nachfragen.

Azubi-Knigge: Während der Arbeit

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  • Das Buch zur Serie
    Weitere Tipps und Informationen für Auszubildende hält das Buch „Sicher und sympathisch beim Kunden auftreten“ von   Umberta Andrea Simonis   (www.simonis-servicekultur.de) bereit. Bestell-Nr. 1515.03, Preis 17,80 € inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten; www.holzmann-medienshop.de
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