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Technologietransfer-Preis 2017 Erfolgreiche Erfindungen aus dem Handwerk

Der Verein Technologietransfer Handwerk e.V. hat zusammen mit der Zeitschrift ‚handwerk magazin‘ zum 29. Mal seinen Transferpreis Handwerk + Wissenschaft (Seifriz-Preis) verliehen. Drei Handwerksunternehmen erhielten für ihre Innovationen, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftseinrichtungen entstanden sind, im Rahmen einer Feier in Karlsruhe Pokale und Urkunden sowie ein Gesamtpreisgeld von 15.000 Euro.

Die Gewinner des Seifriz-Preises 2017 sind:

  • Kfz-Meister Josef Vorndieck zusammen mit Professor Viktor Prediger für die Auto-Abschleppvorrichtung „Car Caddy“. 
  • SHK-Meister Karim Kudsi zusammen mit Professor Michael Herzog für die Fußbodenheizungssanierung mithilfe eines speziellen Epoxidharzes. 
  • Fahrzeugbauunternehmer Daniel Hemker zusammen mit Wissenschaftlerin Alexia Fenollar Solvay für die Entwicklung eines neuartigen Transportcontainers für Lkw und Schiene.
 

Josef Vorndieck

entwickelte in seinem Unternehmen Vorndieck Dienstleistungs-GmbH (Ibbenbüren) den Car Caddy, eine mobile und transportable Abschleppvorrichtung für Autos. Der Car Caddy wird auf einer herkömmlichen Anhängerkupplung befördert und ist in wenigen Minuten so umgebaut, dass ein Fahrzeug damit abgeschleppt werden kann. Professor Viktor Prediger, Spezialist für Technische Mechanik und Maschinendynamik an der Hochschule Osnabrück, hat die vorhandenen Ideen in die Konstruktion der Abschleppvorrichtung umgesetzt. Zehn Car Caddys sind bereits verkauft. Für 2018 ist ein Umsatz von ca. 630.000 Euro und für 2019 sind circa 940.500 Euro angestrebt.  

Karim Kudsi

entwickelte in seinem Unternehmen TGA Rohrinnensanierung AG (Fürth) ein Verfahren, das undichte Kunststoffrohre von älteren Fußbodenheizungen reinigt und mit einem speziellen Epoxidharz von innen beschichtet. Professor Michael Herzog von der TH Wildau/Berlin entwickelte die chemische Zusammensetzung für das neuartige Epoxidharz, die Uni führte Materialtests und die entsprechenden Analysen durch. 

2016 erwirtschaftete der Betrieb 2,1 Millionen Euro Umsatz mit dem patentierten Verfahren. Es gibt weit über 100.000 Fußbodenheizungen, die noch mit nicht sauerstoffundurchlässigen Rohren ausgestattet sind.  

Daniel Hemker

entwickelte in seinem Unternehmen Wecon GmbH (Ascheberg) einen Wechselbehälter, das ist ein Container, der auf Lkws und auf Bahnwaggons transportiert wird, der mehr Laderaum bietet als die herkömmlichen Modelle und leichter ist. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen koordinierte das Forschungsprojekt, an dem neben Wecon noch andere Unternehmen beteiligt waren. Das Projektmanagement übernahm Alexia Fenollar Solvay, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Wecon schätzt das Marktvolumen für den neuen Wechselbehälter auf fünf bis zehn Millionen Euro ein. Schon jetzt konnte der Umsatz bei Wecon um 1,5 Millionen Euro gesteigert werden.

Überreicht wurden die Preise im FZI House of Living Labs in Karlsruhe von Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Vorsitzender der Jury sowie Oskar Vogel, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags. Das Preisgeld von 15.000 Euro wurde zu gleichen Teilen von der Signal Iduna Gruppe und Holzmann Medien (Bad Wörishofen) gestiftet.

Der Seifriz-Preis wird als Technologietransfer-Wettbewerb von ‚handwerk magazin‘ zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe Versicherungen und Finanzen bundesweit veranstaltet. Er wird vom Verein Technologietransfer Handwerk organisiert und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks unterstützt.

Die nächste Ausschreibung für das 30. Jubiläum 2018 beginnt bereits im Dezember 2017.

Bilder der aktuellen Preisträger sowie Berichte und Informationen über die bisherigen Technologietransfer-Preise können Sie auf unserer Themenseite Technologietransfer  (handwerk-magazin.de/technologietransfer) lesen.

Kontakt in der Redaktion:
Reinhold Mulatz, Telefon 089-89 82 61-12
Mail: reinhold.mulatz@handwerk-magazin.de

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