Einkommensteuern -

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: Wohnsitz reicht

Die Richter des Bundesfinanzhofs haben zu Gunsten vieler Alleinerziehender entschieden. Ein Kind muss nicht unbedingt im Haushalt leben, um vom Entlastungsbetrag zu profitieren.

Voraussetzung für den Entlastungsfreibetrag ist, dass der Alleinerziehende für den Nachwuchs Kindergeld bekommt. Überdies muss der Sprössling mit ihm zusammen einen Haushalt bilden. Dazu heißt es im Gesetz: „Die Zugehörigkeit zum Haushalt ist anzunehmen, wenn das Kind in der Wohnung des alleinstehenden Steuerpflichtigen gemeldet ist.“

Für die Richter des Bundesfinanzhofs (Az.: III R 9/13) ist es irrelevant, ob das Kind tatsächlich in der Wohnung des alleinstehenden Elternteils wohnt. Selbst wenn der Nachwuchs sich an dieser Adresse nicht aufhält, jedoch beim alleinstehenden Elternteil gemeldet ist, gibt es den Entlastungsbetrag.

Rückwirkend 600 Euro mehr für Alleinerziehende

Neben dieser erfreulichen Neuigkeit hat der Bundesrat im Juli zugestimmt, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von 1.308 Euro auf 1.908 Euro anzuheben. Die Neuerung tritt rückwirkend ab 2015 in Kraft. Außerdem steigt der Entlastungsbetrag für jedes weitere Kind, das in der Wohnung des Alleinstehenden gemeldet ist, um zusätzlich 240 Euro.

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