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Entgeltumwandlung: Altersvorsorge ist Privatsache

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Entgeltumwandlung. Nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass von seinen künftigen Lohnansprüchen bis zu vier Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Weil ein Arbeitnehmer von seinem Chef hierüber nicht aufgeklärt worden war, klagte er auf Schadensersatz in Höhe von 15000 €. Das Bundesarbeitsgericht wies die Klage ab. Aus der Fürsorgepflicht ergebe sich keine Aufklärungspflicht des Arbeitgebers (Az.: 3 AZR 807/11). Anwalt Gregor Dornbusch, Partner bei Baker & McKenzie, sieht schon keinen Schaden beim Arbeitnehmer: „Denn eine Entgeltumwandlung wandelt einen künftigen Vergütungsanspruch in eine Versorgungsanwartschaft um, die zum Lohnanspruch wertgleich ist und somit keinen Schaden darstellt.“

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