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Elektrohandwerke: Geschäftsklimaindex steigt auf Allzeithoch

Die Stimmungslage in den E-Handwerken bleibt nach wie vor überaus gut. Dies belegt die aktuelle Konjunkturumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

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Demnach beurteilen aktuell 94,4 Prozent der E-Handwerksunternehmen ihre Geschäftslage positiv (60,6 Prozent gut; 33,8 Prozent befriedigend).

Der bundesweite Geschäftsklimaindex der E-Handwerke erreicht mit einem Wert von 77,5 Punkten auf einer Skala von null bis hundert ein neues Allzeithoch. Auch für das nächste halbe Jahr bleiben die Betriebe zuversichtlich: 75,9 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung auf dem vielerorts hohen Niveau aus. 17,5 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten sogar noch einmal mit einer Verbesserung der Geschäftslage.

Energie- und Gebbäudetechnik als Umsatzbringer

Mit Abstand größter Umsatzbringer für die Unternehmen ist die Energie- und Gebäudetechnik mit einem Anteil von 64,8 Prozent. Es folgen die Informations- und Telekommunikationstechnik (10,4 Prozent), Geräte- und Systemtechnik (5,2 Prozent) und die Automatisierungstechnik (5 Prozent).

Größte Auftraggeber bleiben die private und die gewerbliche Wirtschaft, die jeweils fast 40 Prozent des Auftragsvolumens der E-Handwerksbetriebe ausmachen. Bei rund einem Viertel der befragten Unternehmen haben die Aufträge aus diesen Bereichen in den vergangenen sechs Monaten jeweils noch zugenommen. Rückläufig ist hingegen die Zahl der öffentlichen Aufträge: In diesem Segment mussten 27,6 Prozent der Unternehmen einen Auftragsrückgang hinnehmen.

Die Betriebe wachsen - trotz Fachkräftemangel

Die Umfrage hat auch ergeben, dass sich ein leichter Trend zu größeren Betrieben abzeichnet. Waren bis dato Firmen mit bis zu vier Beschäftigten (aktuell 29,6 Prozent) am stärksten vertreten, so sind es nun Betriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern (30,1 Prozent). Zehn bis 19 Angestellte werden in 22,3 Prozent der Unternehmen beschäftigt, während große E-Handwerksbetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern einen Anteil von 18 Prozent ausmachen.

Dauerthema bleibt der Fachkräftemangel: 40,9 Prozent der Unternehmen melden offene Stellen. Die Beschäftigtenzahl ist in den vergangenen sechs Monaten in fast 20 Prozent der Betriebe gestiegen, allerdings hat sie auch in 14,8 Prozent der Unternehmen abgenommen.

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