Fahrzeug -

Elektro-Mobile: Aktionsplan Energieeffizienz plant Sonderabschreibung

Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des Bundeswirtschaftsministeriums soll für dienstlich genutzte Elektrofahrzeuge eine Sonderabschreibung im Jahr der Anschaffung in Höhe der Hälfte des Anschaffungswertes vorsehen. Wie jetzt bekannt wurde, soll diese Förderung bereits ab 2015 gelten.

Topic channels: TS Elektromobilität und TS Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz

Die Bundesregierung will den Kauf von Elektroautos offenbar mit weiteren Steuererleichterungen anschieben. Dienstfahrzeuge sollten mit der Hälfte ihres Wertes bereits im Jahr der Anschaffung von der Steuer abgesetzt werden können, heißt es im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (Nape) des Wirtschaftsministeriums. Diese Sonderabschreibung solle ab 2015 möglich sein.

Richtiger Schritt zur Stärkung der E-Mobilität

Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kfz-Gewerbes, sagte die in Aussicht gestellte Sonderabschreibung für elektrisch betriebene Dienst- und Firmenfahrzeuge sei ein richtiger Schritt, um die Elektro-Mobilität in Deutschland zu stärken. Der Kfz-Verband habe bereits zum Jahresbeginn vor dem Hintergrund kleiner Zulassungszahlen eine Sonderabschreibung gefordert. Das jetzt angekündigte Förder-Programm müsse schnell umgesetzt werden. Unternehmen brauchen Planungssicherheit, wenn es um die Erneuerung der Flotten gehe.

Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million E-Autos auf die Straßen zu bringen. Direkte Kaufprämien lehnt sie bisher ab. Der Plan soll helfen, das Klimaziel der Regierung zu erreichen: Bis 2020 soll der deutsche Ausstoß von CO2 40 Prozent niedriger liegen als im Jahr 1990. Derzeit besteht aber noch eine Lücke von bis zu 100 Millionen Tonnen jährlich, wie das Umweltministerium vorrechnet. Bisher läuft es also nur auf eine Reduzierung von 33 bis 35 Prozent gegenüber den Emissionen von 1990 hinaus.

Auch Anreize für Gebäudesanierungen geplant

Neben den angesprochenen Sonderabschreibungen für E-Mobile sind in dem Aktionsplan weitere Erleichterungen vorgesehen. So sind unter anderem Anreize für Gebäudesanierungen geplant. 25 bis 30 Millionen Tonnen CO2 sollen durch mehr Energieeffizienz eingespart werden. Das Fördervolumen soll erhöht und eine steuerliche Abschreibung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudesektor eingeführt werden, wie es darin heißt. Der Umfang ist noch offen.

Laut übereinstimmenden Pressemeldungen, soll der Aktionsplan Anfang Dezember im Kabinett vorgelegt werden. Derzeit werde er mit den Ressorts abgestimmt.

© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen