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Einspruch gegen Steuerbescheid lohnt sich

Jeder dritte Steuerbescheid, den deutsche Steuerbehörden verschicken, ist falsch. Und zwei von drei Steuerbürgern, die sich gegen ihren Steuerbescheid zur Wehr setzen, haben damit Erfolg. Das berichtet das handwerk magazin in der neuen Oktober-Ausgabe. Zu den häufigsten Fehlern in Steuerbescheiden gehören Zahlendreher und digitale Übertragungsfehler, die etwa beim Datenaustausch mit Krankenversicherungen entstehen. Häufig ignorieren die Finanzämter aber auch die Ergebnisse neuer Musterverfahren, die zum Beispiel der Bund der Steuerzahler erstritten hat.

Einspruch gut begründen

Ab der Zustellung des Steuerbescheids hat jeder Bürger vier Wochen Zeit, dagegen beim Finanzamt Einspruch einzulegen, falls dieser Fehler enthält. Gut zu wissen: Das Einspruchsverfahren ist kostenfrei, die Behörde darf für die Bearbeitung kein Geld nehmen. Der Steuerbürger sollte den Einspruch allerdings gut begründen. Sonst weist das Finanzamt den Einspruch schnell ab.

Steuern besser erst mal zahlen

Trotz Einspruch muss der Steuerpflichtige die festgesetzte Steuer erst einmal zahlen. Ein Aufschub wird nur auf Antrag gewährt. Ob es allerdings sinnvoll ist, die Aussetzung der Vollziehung, wie es im Beamtendeutsch heißt, zu beantragen, sollte der betroffene Bürger gut abwägen. Erweist sich der Steuerbescheid nämlich später als richtig, muss der Bürger auf die Nachzahlung sechs Prozent Zinsen entrichten. Umgekehrt muss ihm der Staat sechs Prozent Zinsen zahlen, wenn er gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegt und obsiegt.

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Übrigens: In der November-Ausgabe beschäftigt sich das ‚handwerk magazin‘ mit der Frage, wann es sich lohnt, gegen einen Steuerbescheid Klage beim Finanzgericht einzureichen.

Kontakt in der Redaktion:
Marcus Creutz, Telefon 089-89 82 61-20
Mail: marcus.creutz@handwerk-magazin.de

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