Unternehmerfrau im Handwerk

Birgit Rodler erhielt 2011 von handwerk magazin die Auszeichnung „Unternehmerfrau im Handwerk“. Seitdem ging es für die fränkische Unternehmerin und ihren Betrieb steil nach oben.

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Es war die beste Idee, die sie jemals hatte, sagt Birgit Rodler heute im Rückblick. Als ihr ehemaliger Arbeitgeber, die Meinel Fahnenfabrik, Insolvenz anmeldete, kaufte sie beherzt mit ihrer Schwester Sonja Oelschlegel und Doris Rau die Insolvenzmasse. 2009 ging die neugegründete AFW, die Abkürzung steht für Abzeichen, Fahnen, Wimpel, Creativ Stickerei mit sieben Mitarbeitern an den Start.

Anfangs „gab es viele schlaflose Nächte“, räumt Birgit Rodler ein. Denn das neue Unternehmen nahm seine Arbeit im Frühjahr auf, nach der so wichtigen Karnevalssaison für die Stickerei. „Existenzängste hatte ich trotzdem nicht. Meinel lief immer gut“, so die Unternehmerin. Und sie lag richtig. Die AFW Creativ Stickerei schrieb Erfolgsgeschichte für das Handwerk.

Im harten Wettbewerb bestanden

Durch eine geschickte Produktstrategie und die Sicherung hochwertiger Qualität meisterte der Betrieb seinen Weg aus der Krise und behauptete sich gegenüber Wettbewerbern aus Osteuropa und Fernost. Heute fertigt das Unternehmen Wimpel für den Deutschen Fußball Bund sowie Karnevalsmützen und Fahnen für 2000 Karnevalsgesellschaften und arbeitet für einen großen deutschen Sportartikelhersteller. Ins Jahr 2013 startete das fränkische Unternehmen mit 24 Mitarbeitern, inklusive einer Auszubildenden.

Der Erfolg des Handwerksbetriebs ist eng mit seiner Frontfrau Birgit Rodler verknüpft, die die Firma nach außen vertritt. Zahlreiche Auszeichnungen unterstreichen ihren unternehmerischen Mut: 2011 würdigte handwerk magazin sie als „Unternehmerfrau im Handwerk“. 2012 bekommt Birgit Rodler die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Bayerische Wirtschaft verliehen. Der Bayerische Rundfunk berichtet in der Sendung „Lebenslinien“ über die Gründerin.

Unternehmerische Freiheit nutzen

Die Anerkennung ihrer Leistungen weiß die Unternehmerin zu schätzen. Trotzdem bleibt Birgit Rodler bodenständig und weiß, wer sie in den harten Zeiten unterstützt hat. „Unsere Mitarbeiter haben durch ihren Einsatz und ihre Arbeit einen großen Anteil am Erfolg der Firma“, betont die gelernte Stickerin. Privat haben ihr Mann und ihr Sohn der Unternehmerin immer den Rücken freigehalten, „sonst wäre der Weg in die Selbständigkeit so nicht möglich gewesen“.

Als Unternehmerin schätzt sie heute „die Freiheit, meine eigenen Entscheidungen zu treffen“. Wichtig ist Birgit Rodler, dass die AFW Creativ Stickerei 2012 in die neueste Technik investierte wie neue Stickmaschinen, Digitaldruck-Verfahren für T-Shirt-Druck, neue Lagerhallen und eine moderne Homepage. Und ihr persönliches Ziel für dieses Jahr steht auch schon fest: Sie möchte viel Zeit mit ihrem Enkelkind verbringen.

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