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Arbeitszimmer Doppelte Ersparnis für Ehepartner

Ein Arbeitszimmer wird von Ehepartnern oft gemeinsam genutzt. Nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofes kann jetzt jeder der beiden Aufwendungen von bis zu 1.250 Euro im Jahr steuerlich geltend machen.

Wer im Betrieb keinen Arbeitsplatz hat um die Bürokratie zu erledigen, unterhält oft daheim ein Arbeitszimmer. Die Aufwendungen lassen sich bis zu maximal 1.250 Euro im Jahr steuerlich geltend machen. Es muss sich allerdings um einen abgeschlossenen Raum handeln. Dann akzeptiert der Fiskus die Miete, die Strom- und die Heizkosten bis hin zur Einrichtung. Hohe Beträge kommen da schnell zusammen.

Jeder darf bis zu 1.250 Euro steuerlich ansetzen

Neu ist: Wenn sich mehrere Personen einen Raum teilen, darf jeder Kosten in Höhe von bis zu 1.250 Euro im Jahr steuerlich ansetzen. So hat der Bundesfinanzhof dies in einem neuen Urteil entschieden (Az. VI R 53/12). In dem Fall wurde der Raum in einem Einfamilienhaus von einem Ehepaar genutzt. Die beiden waren zu gleichen Teilen Eigentümer. Insgesamt lagen die Aufwendungen für das Zimmer bei 2.800 Euro.

Bisher wurden von den beiden jeweils nur 625 Euro in ihrer Steuererklärung eingetragen. Es handelte sich beim Arbeitszimmer um eine so genannte objektbezogene, nunmehr aber um eine personenbezogene Ermittlung der Kosten.

Hinweis: Soweit sich ein Ehepaar ein Arbeitszimmer teilt, fällt jeweils die Hälfte jedem Partner zu. Vorausgesetzt, das Haus gehört jedem zu 50 Prozent.

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