Betriebsteuern -

Ende der Übergangsfristen Diese Dokumente dürfen Sie 2018 vernichten

Pünktlich zum Jahresbeginn stehen wieder viele Unternehmer vor der Frage: Welche Unterlagen kann ich dem Reißwolf übergeben und welche Dateien unwiderruflich löschen? handwerk magazin und das Softwarebüro Krekeler geben die Antwort.

Themenseiten: TS Digitale Belege archivieren, TS GoBD, TS Betriebsprüfung, TS Bilanz und TS Steuerbescheid

Grundsätzlich gilt, dass Geschäfts- oder Buchhaltungsunterlagen, egal ob elektronisch oder auf Papier, über einen bestimmten Zeitraum aufbewahrt werden müssen. Die Aufbewahrungsfristen für Buchhaltungsunterlagen sind gesetzlich festgeschrieben und liegen zwischen 6 und 10 Jahren.

Im Einzelnen bedeutet dies, dass Buchungsbelege, Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen, Handels- und Geschäftsbücher, Aufzeichnungen, Arbeitsanweisungen und Organisationsunterlagen 10 Jahre und Handels- und Geschäftsbriefe sowie sonstige Unterlagen 6 Jahre archiviert werden müssen. Unterlagen wie Kalender oder Arbeits- und Fahrberichte dagegen sind nicht aufbewahrungspflichtig. Solche Papiere können nach eigenem Ermessen und bei Bedarf vernichtet werden.

Diese Unterlagen mit 6-jähriger Aufbewahrungszeit können Sie vernichten:

Folgende Unterlagen, die im Jahr 2011 oder früher erstellt wurden, dürfen Sie nun dem Reißwolf übergeben oder unwiderruflich löschen:

  • Schriftwechsel und Geschäftsbriefe
  • Versicherungspolicen
  • Depotauszüge
  • Finanz- und Gehaltsberichte
  • Betriebsprüfungsberichte
  • Jahresabschlusserklärungen
  • Kassenzettel
  • Preislisten

Diese Unterlagen mit 10-jähriger Aufbewahrungszeit können Sie vernichten:

Folgende Unterlagen, die im Jahr 2007 oder früher erstellt wurden, können Sie ebenfalls vernichten:

  • Ausgangs- und Eingangsrechnungen
  • Quittungen
  • Kontoauszüge
  • Bilanzunterlagen
  • Kassenberichte
  • Kredit- und Steuerunterlagen
  • Lieferscheine

Fristen beginnen stets mit Schluss des Kalenderjahres

"Bei der Berechnung der Aufbewahrungsfristen sollten Unternehmer bedenken, dass die Frist stets mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem in einem Dokument die letzte Eintragung gemacht worden ist oder Handels- und Geschäftsbriefe abgesandt oder empfangen wurden, beginnt", macht Harald Krekeler, Geschäftsführer des Softwarebüros Krekeler in Königs Wusterhausen aufmerksam, und verdeutlicht anhand eines Beispiels: "Wenn 2007 die letzte Buchung für 2005 gemacht und der Jahresabschluss erstellt wurde, können zum 1. Januar 2018 erst diese Unterlagen aus dem Jahr 2005 vernichtet werden."

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