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Steuerreform Die wichtigsten Punkte ab 2004

Nachdem Bundestag und Bundesrat am 19. Dezember 2003 dem Vermittlungsergebnis zum Haushaltsbegleitgesetz zugestimmt haben, können die Änderungen zum 1. Januar 2004 in Kraft treten (bisherige Zahlen in Klammern). Komplette Übersicht zum Reformkompromiss in hm 2/2004.

Steuertarif

* Grundfreibetrag: 7 664 Euro bei Ledigen (7 235), 15 329 Euro bei Verheirateten (14 471).

* Eingangssteuersatz: 16 Prozent

* Spitzensteuersatz: 45 Prozent.

Abschreibung

Die Regelung, dass bis Ende Juni angeschaffte, bewegliche Wirtschaftsgüter mit der vollen AfA des Jahres abgesetzt werden können, entfällt. Diese werden monatsgenau abgeschrieben.

Entfernungspauschale

Sie sinkt von 35 auf 30 Cent je Entfernungskilometer.

Eigenheimzulage

* Fördergrundbetrag: Für Neu- und Altbau 8 Jahre lang je 1 250 Euro (8 x maximal je 2 556 Euro/Neubau, 1 278 Euro/Altbau); Baukindergeld 8 Jahre lang je 800 Euro (767 Euro).

* Bemessungsgrundlage: Anschaffungs- und Herstellungskosten des Gebäudes, des Grund und Bodens und der Modernisierungsmaßnahmen innerhalb von zwei Jahren nach der Anschaffung (letztere bisher nicht enthalten).

* Einkunftsgrenze: Im ersten Jahr der Förderung und im Vorjahr zusammen maximal 70 000 Euro Ledige (81 807) oder 140 000 Euro Verheiratete (163 614). Für jedes Kind erhöht sich diese Grenze um 30 000 Euro (30 678 Euro).

* Stichtag 31. Dezember: Bauherren, die vor dem 1. Januar 2004 mit der Herstellung beginnen und Erwerber, die vor diesem Stichtag den notariellen Kaufvertrag abschließen (Übergang von Nutzen, Lasten und Gefahr) haben noch Anspruch auf die bisherige Eigenheimzulage für den gesamten Förderzeitraum. Als Beginn der Herstellung gilt das Datum, an dem der Bauantrag eingereicht wurde. Ist kein Bauantrag erforderlich, zählt der Tag des Begins der Bauarbeiten.

Betriebsnachfolge

* Übergabe: Sohn, Tochter, bewährter Mitarbeiter oder ein anderer Betriebsnachfolger, der das Unternehmen unentgeltlich übertragen bekommt, profitieren ab Anfang 2004 nur noch von 225 000 Euro Sonderfreibetrag (256 000 Euro) und dem anschließenden Bewertungsabschlag von nur noch 35 Prozent (40 Prozent).

* Verkauf, Stilllegung: Bei der Betriebsaufgabe bleiben bei Unternehmern ab 55 vom so genannten Veräußerungsgewinn (vor allem aufgedeckte stille Reserven) höchstens 45 000 Euro steuerfrei (51 200 Euro), der übersteigende Gewinn wird wahlweise mit der Fünftelmethode oder mit 56 Prozent des bisherigen Steuersatzes veranlagt (bisher wurde nur die Hälfte angesetzt). Untergrenze des "halben" Steuersatzes ist der Eingangssteuersatz von 16 (19) Prozent.

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