Unternehmerfrauen im Handwerk UFH -

Familienbetriebe Die neue Unternehmerfrau im Handwerk

Motiviert, qualifiziert, selbstbewusst: Eine neue Generation von gut ausgebildeten Frauen steht für mehr Verantwortung und Selbstbewusstsein im Handwerk. Die aktuelle Studie der itb-Forscher belegt die steigende Bedeutung mitarbeitender Unternehmerfrauen für den Wirtschaftsbereich Handwerk.

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Sie verantworten den kaufmännischen Bereich, tragen Führungsverantwortung und bilden sich regelmäßig weiter – Image und Selbstverständnis der mitarbeitenden Unternehmerfrauen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Zu diesem Ergebnis kam die Studie „Die Bedeutung mitarbeitender Unternehmerfrauen für ein zukunftsfähiges Handwerk“, die das Institut für Technik der Betriebsführung (itb) im Deutschen Handwerksinstitut im Auftrag des Bundesverbands der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) durchgeführt hat.

Die Studie belegt: Endlich erkennen die Frauen im Handwerk ihren Wert und ihre Leistung für den Betrieb, die Familie und auch für die Handwerksorganisa­tion. Allerdings bringt die neue Generation von Unternehmerfrauen auch andere Voraussetzungen mit als noch ihre Vorgängerinnen. Die Basis für dieses noch ungewohnte Selbstbewusstsein liegt im wesentlichen in einer besseren Ausbildung, dem Willen zur Weiterbildung – und somit vor allem auch in der Anerkennung ihrer Leistung.

Frauen übernehmen in Unternehmen aktiv eine Führungsrolle

Das sah vor acht Jahren noch anders aus: Eine Studie des Ludwig Fröhler-Instituts im Auftrag des Bundesverbands der Unternehmerfrauen offenbarte 2010 noch gravierende Missstände: 16 Prozent der mitarbeitenden Partnerinnen arbeiteten im Handwerksbetrieb ohne Arbeitsvertrag. Ein Fünftel sorgte nicht selbstständig für das Alter vor. Und eine Mehrheit der mitarbeitenden Frauen nahm weder im kaufmännischen noch im handwerklichen Bereich an Weiterbildungen teil. Nur ein knappes Drittel bildete sich damals überhaupt weiter. Das hieß, das Handwerk vernachlässigte wichtige Fach- und Führungskräfte.

Für den Dachverband der Unternehmerfrauen liefert die aktuelle Studie nun eine wichtige Bestätigung: „Die Zeiten, als Frauen im Handwerksbetrieb nur dem Meister zuarbeiteten, sind vorbei. Heute nehmen sie aktiv eine Führungsrolle im Unternehmen ein“, erklärt Heidi Kluth, Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen. „Zudem belegt die Studie, dass die mitarbeitenden Unternehmerfrauen gut ausgebildet und selbstbewusst sind“, ergänzt die UFH-Vorsitzende.

Die Mehrheit der Frauen verantworten den kaufmännischen Bereich

Zum Hintergrund der Studie: Die Autoren der Studie gingen von den Zahlen der Handwerkszählung des s tatistischen Bundesamtes aus: von rund 5,1 Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk. Aufgrund dieser Basis kamen sie zu einer Schätzgröße von rund 280.000 Unternehmerfrauen, die aktuell in den Handwerksbetrieben mitarbeiten.
Die Mehrheit der Frauen verantwortet den kaufmännischen Bereich: Dazu gehören die Buchhaltung und Finanzen, Personalplanung, Werbung und Marketing. Viele Unternehmerfrauen tragen Führungsverantwortung als „Chefin“ im Betrieb, arbeiten meistens angestellt, nur selten sind sie jedoch Teilhaberinnen oder Mitgeschäftsführerinnen. Die Studie sieht die typische Unternehmerfrau im Handwerk mit zwei meist erwachsenen Kindern und über 40 Jahre alt. Die Mehrheit dieser Generation absolvierte nach der Realschule eine kaufmännische Ausbildung .

So viel zu den statistischen Fakten. handwerk magazin will diesen Frauen und dieser neuen Generation der Unternehmerfrauen ein Gesicht geben. Daher stellen wir hier drei Frauen vor, die die neue Generation der Unternehmerfrauen im Handwerk repräsentieren.

Christine Gruber

Christine Gruber


Nach den Ergebnissen der aktuellen Studie stellt Christine Gruber eine typische Unternehmerfrau von heute dar. Die gelernte Bürokauffrau heiratete 1994 in den Bäckerbetrieb im bayerischen St. Wolfgang ein. Ihr Mann, Franz Gruber, übernahm drei Jahre später den Betrieb von seinem Vater. Das Ehepaar hat zwei Kinder, die jetzt 21 und 22 Jahre alt sind.
Gleich nach der Heirat stieg Christine Gruber in den Betriebsalltag ein und erledigte, als die Kinder klein waren, vor allem abends die Büroarbeit wie vorbereitende Buchhaltung, Gehälter sowie Rechnungsstellung und ­-überwachung. „Die Arbeit entwickelte sich über die Jahre. Außerdem übernahm ich im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben von meiner Schwiegermutter“, sagt die 48-Jährige im Rückblick.

Weiterbildung stärkt Selbstbewusstsein

Zehn Jahre nach ihrem Einstieg in den Handwerksbetrieb hinterfragte Christine Gruber ihre Rolle und Position im Betrieb. „Klar, war ich im Betrieb die Chefin. Aber Chefin ist eine Position, kein Beruf. Also fragte ich mich, was habe ich eigentlich für einen Beruf?“, erläutert sie. In der Folge entschied sie sich für das Pilotprojekt der Handwerkskammer München und Oberbayern , in zwei Jahren ihren Betriebswirt im Handwerk zu absolvieren. „Die Weiterbildung stärkte mein Selbstbewusstsein. Ich konnte dort mein Wissen festigen, und außerdem war der Betriebswirt im Handwerk eine Bestätigung für meine alltägliche Arbeit“, erklärt Christine Gruber die Bedeutung dieser zusätzlichen Qualifikation.

Bestätigung für ihren Lebenslauf fand Christine Gruber auch bei den Unternehmerfrauen im Handwerk. „Vor 20 Jahren arbeitete noch nicht jede junge Mutter. Am Elternstammtisch war das manchmal schwierig. Im Arbeitskreis der Unternehmerfrauen traf man dagegen auf Gleichgesinnte, wir hatten die gleiche Wellenlänge“, sagt sie.

Klare Aufgabenteilung im Betrieb

Heute verantwortet Christine Gruber in der Bäckerei Gruber mit 26 Mitarbeitern, einer Filiale und angeschlossenem Café den Verkauf, das Personal sowie Buchhaltung und Marketing. Ihr Mann Franz leitet als Bäckermeister die Produktion und kümmert sich sowohl um den Einkauf als auch um die Auswahl der Lieferanten. Positiv für die Unternehmerfrau: „Im Betrieb leben wir eine klare Aufgabenteilung und reden uns nicht rein. Aber wir tauschen uns natürlich aus. Um Banken und Versicherungen kümmern wir uns gemeinsam.“

Geld und Minijob waren bei den Grubers von Anfang an kein Thema. „Es gab nie Diskussionen, dass ich als Minijobberin im Betrieb arbeite. Ich war immer sozialversicherungspflichtig beschäftigt und bekam für meine Leistung ein angemessenes Gehalt“, betont Christine Gruber. Und das ist ihr wichtig. „Ich bin Realistin. Wenn was schiefgeht, zum Beispiel bei einer Scheidung, dann bin ich über die Sozialversicherung abgesichert. Denn mir gehört der Betrieb ja nicht.“ Deshalb setzt die Unternehmerfrau auch auf eine eigene Vorsorge: wie eine Direktversicherung über den Betrieb (bAV), eine Riester-Rente, kleine Aktiendepots und die gesetzliche Rente über ihre Anstellung im Betrieb.

Mit Generalvollmacht ausgestattet

Stolz ist Christine Gruber nicht nur auf die eigenverantwortliche Vorsorge, sondern auch, weil sie ihren Mann nach vielen Gesprächen dafür gewinnen konnte, sie mit einer Generalvollmacht auszustatten. „Bei einem gemeinsamen Termin mit einer Notarin überzeugten wir ihn dann von der Notwendigkeit einer Vollmacht für mich. Denn nur diese Vollmacht regelt die Stellvertretung in rechtlichen Angelegenheiten, wenn meinem Mann etwas passiert“, erklärt die Unternehmerfrau.

Corinna Rayhle

Corinna Rayle


Der Einstieg in den Malerbetrieb ihres Mannes Steffen Rayhle in Schorndorf bot Corinna Rayhle, 49 Jahre, die Chance, „Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen“, erklärt die Unternehmerfrau. Die gelernte Justizfachangestellte arbeitete zuvor zehn Jahre als Assistentin der Geschäftsführung in einem Kfz-Sachverständigenbüro. Mit vielen Vorteilen: „Ich verdiente mein eigenes Gehalt, hatte einen eigenen Job, eine betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber und einen Firmenwagen“, stellt Corinna Rayhle im Rückblick klar.

Dennoch entschied sie sich für die Chancen und Möglichkeiten, die ein Handwerksbetrieb engagierten Frauen bietet. Bei ihrem Mann – der Betrieb beschäftigt heute zehn Mitarbeiter – stieg sie als vollwertige Angestellte mit eigenem Gehalt ein. Als sie schwanger wurde, belegte Corinna Rayhle noch einen Buchhaltungskurs. Nachdem ihre Tochter dann auf die Welt kam, arbeitete die Unternehmerfrau abends für den Malerbetrieb, tagsüber stand die Kinderbetreuung auf dem Programm.

Fortbildung zur "Büroleiterin im Maler- und Lackiererhandwerk"

Nach dem zweiten Kind absolvierte sie noch eine Fortbildung zur „Büroleiterin im Maler- und Lackiererhandwerk“ über die Innung. „Das half für die Praxis und den Betriebsalltag im Malerbetrieb“, erklärt Corinna Rayhle. Heute verantwortet Corinna Rayhle im Unternehmen das Marketing, Akquise, Personal, Kundenpflege und bereitet die relevanten Unterlagen für den Steuerberater vor.

Schon früh erkannte Corinna Rayhle die Bedeutung von Frauen-Netzwerken. 2005 trat sie bei den Unternehmerfrauen im Rems-Murr-Kreis ein. „Ich wollte einfach mal rauskommen, mich mit anderen Frauen in ähnlichen Positionen im Handwerk austauschen, neue Kontakte knüpfen und von Workshops und Weiterbildungen profitieren“, sagt sie. 2012 übernahm Corinna Rayhle das Ehrenamt als 1. Vorsitzende des regionalen Frauennetzwerks. Dieses Amt sieht sie nicht als Belastung, obwohl sie es zu ihren Aufgaben im Betrieb und in der Familie bewältigen muss. „Sicher ist ein Ehrenamt im Handwerk zusätzliche Arbeit, aber es gibt mir auch Selbstbewusstsein – man lernt immer dazu, wie zum Beispiel Aufgaben zu delegieren“, erläutert die engagierte Unternehmerfrau.

Frauen sollten sich im Handwerk nicht als Konkurrenz sehen

Wichtig ist ihr dabei auch, „dass sich Frauen im Handwerk nicht als Konkurrenz sehen, sondern Kooperationen schließen und sich gegenseitig unterstützen“.Allerdings weiß Corinna Rayhle auch, dass ihr Engagement als erste Vorsitzende bei den Unternehmerfrauen ohne die Unterstützung ihres Mannes so nicht möglich gewesen wäre. „Wir haben das vorher abgesprochen. Er fand die Arbeit für das Ehrenamt von Anfang an gut. Und über die Jahre stellte sich heraus, dass der UFH-Vorsitz sich auch für das Image des Betriebs positiv auswirkt“, unterstreicht Corinna Rayhle die Vorteile.

Iris Leisenheimer

Iris Leisenheimer

Seit 16 Jahren leitet Iris Leisenheimer bereits den kaufmännischen Bereich der Malerwerkstätte Leisenheimer in Windesheim, Rheinland-Pfalz. Der Betrieb beschäftigt heute 18 Mitarbeiter, davon sieben Frauen. „Ich habe wirklich darum gekämpft, dass die Kunden mich als Managerin des Unternehmens wahrnehmen“, räumt Iris Leisenheimer, 54 Jahre alt, ein. Sie sieht heute Qualifizierung und ständige Weiterbildung „als Schlüssel für ein gutes Standing gegenüber unseren Kunden“.

Wie Corinna Rayhle und Christine Gruber heiratete auch die Diplomingenieurin für Ernährungstechnik in einen Handwerksbetrieb ein. Auch sie hatte ihren Abschluss in der Tasche und verdiente damals gutes Geld in einem Küchenstudio. Als ihr Mann Holger Leisenheimer den Betrieb übernahm, war ihm wichtig, dass seine Frau mit einsteigt. Sein Argument: „Einen Handwerksbetrieb führen, geht nur gemeinsam.“

Ein Minijob kommt für Unternehmerfrauen nicht in Frage

Die Doppelspitze machte Sinn: Holger Leisenheimer übernahm den Traditionsbetrieb in vierter Generation, Iris Leisenheimer brachte das Grundstück und das Gebäude in die Geschäftsbeziehung ein. Als Mutter von zwei Töchtern legte die Unternehmerfrau aber Wert auf eine sozialversicherungspflichtige Anstellung im Betrieb. „Ein Minijob kam nicht infrage. Mit zwei kleinen Kindern muss die finanzielle Absicherung stimmen“, betont Iris Leisenheimer. Um mehr Sicherheit in der kaufmännischen Praxis zu bekommen, absolvierte sie die Weiterbildung zum Betriebswirt im Handwerk und nahm im Laufe der Zeit zahlreiche Fortbildungen von Lieferanten, der Handwerkskammer und den Unternehmerfrauen wahr. Wobei die Weiterbildungen nicht nur ihr Selbstbewusstsein stärken. Die Unternehmerfrau sieht sie auch als wichtigen „Ausgleich zu Betriebsalltag und Familie“.

Engagement "als attraktiver Arbeitgeber 2017" durch das Land Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

Stolz ist Iris Leisenheimer auf die Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz „als attraktiver Arbeitgeber 2017“. Hier punktete die Malerwerkstätte Leisenheimer mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter, der Förderung weiblicher Azubis seit 30 Jahren und einer betrieblichen Altersvorsorge für alle Mitarbeiter.

Ihre Entscheidung für das Handwerk hat Iris Leisenheimer nie bereut: „Selbstständig zu arbeiten und zu entscheiden, macht mir Spaß. Außerdem hat mich die Arbeit immer motiviert und mir im Laufe der Zeit auch viel Selbstbewusstsein gegeben.“

Aktuelle itb-Studie: Die wichtigsten Fakten

Eine neue Generation von qualifizierten Frauen steht für mehr Verantwortung und Selbstbewusstsein. Die aktuelle Studie des itb in Karlsruhe im Auftrag des Bundesverbands der Unternehmerfrauen unterstreicht die Bedeutung dieser Frauen für das Handwerk. Die wesentlichen Fakten der Studie im Überblick.

  • Alter. Etwas mehr als drei Viertel der befragten Frauen (78 Prozent) sind zwischen 41 und 60 Jahre alt. Nur sieben Prozent sind jünger als 41 Jahre.
  • Ausbildung. Eine knappe Mehrheit (52 Prozent) hat die Realschule absolviert, 17 Prozent der Befragten die Hauptschule und 31 Prozent verfügen über die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Nach der Schule entschied sich die Mehrheit der Unternehmerfrauen für eine kaufmännische Ausbildung (60 Prozent). Eine soziale Ausbildung schlossen 15 Prozent ab, eine Ausbildung im Handwerk 17 Prozent. Fünf Prozent der Studienteilnehmerinnen haben einen Meisterbrief in der Tasche.
  • Weiterbildung. Die Mehrheit der Unternehmerfrauen (72 Prozent) nutzt die Weiterbildungsangebote der Handwerksorganisation wie von Verbänden, Innungen und UFH. Auf „Learning by Doing“ setzt die Hälfte der Teilnehmerinnen. Außerdem profitieren die Frauen von Angeboten der Handwerkskammern und der IHK (44 und 41 Prozent). 23 Prozent arbeiten mit externen Beratern.
  • Betrieb. 43 Prozent der Studienteilnehmerinnen gründeten den Betrieb gemeinsam mit ihrem Partner. Die meiste Zeit wenden die befragten Frauen für Buchhaltung und Finanzen auf. Drei Viertel der Unternehmerfrauen sind sozialversicherungspflichtig (75 Prozent) im Handwerksbetrieb beschäftigt. Elf Prozent sind nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nur noch sechs Prozent arbeiten ohne Gehalt im Unternehmen.
  • Familie. Fast alle befragten Unternehmenfrauen haben Kinder (93 Prozent), mit über 55 Prozent hat die Mehrheit zwei Kinder.

Berufliche Bildungswege und Weiterqualifikation

Bei den beruflichen Bildungswegen der Unternehmerfrauen dominiert mit einem Anteil von 60 Prozent ganz klar die kaufmännische Ausbildung. Als weitergehende Qualifikationswege stehen die Fach- und Betriebswirtin an erster Stelle

berufliche Bildungswege
kaufmännische Ausbildung 60%
handwerkliche Ausbildung 17%
soziale Ausbildung 15%
Studium 11%
berufliche Weiterqualifikation
Fachwirtin 20%
Betriebswirtin 15%
Meisterbrief 5%

Checkliste: Eigene Vorsorge für Unternehmerfrauen

Frauen, die in einen Handwerksbetrieb einheiraten, sollten ihre eigene Vorsorge nicht vernachlässigen. Wie sich Unternehmerfrauen, die angestellt im Betrieb mitarbeiten, am besten absichern und sich für den Ruhestand ein Polster ansparen:

  1. Arbeitsvertrag. Dreh- und Angelpunkt für jede Unternehmerfrau ist eine korrekte Anstellung im Betrieb mit einem schriftlichen Arbeitsvertrag. Nur so ist die Grundsicherung über die Sozialversicherung gewährleistet.
  2. Gehalt. Unternehmerfrauen sollten sich nicht mit einem 450-Euro-Vertrag zufriedengeben. Wenn sie Vollzeit im Betrieb mitarbeiten, steht ihnen auch ein leistungsgerechtes Gehalt zu. Außerdem bestimmt die Höhe des Gehalts auch die Beiträge, die in die Sozialversicherung fließen – und somit in die gesetzliche Rente.
  3. Gehaltskonto. Das Gehalt der angestellten Unternehmerfrau geht auf ein eigenes Konto und nicht auf das gemeinsame Familienkonto. Nur mit eigenem Geld können Frauen Rücklagen bilden und eine private Altersvorsorge aufbauen.
  4. Betriebliche Altersvorsorge. Unternehmerfrauen können, wie andere Mitarbeiter auch, eine Direktversicherung über den Betrieb abschließen.
  5. Vollmachten. Neben den notwendigen Vollmachten für die Bank sollten Unternehmerfrauen auch über eine Generalvollmacht verfügen, falls dem Partner was passiert. Nur so ist die Existenz des Betriebs auch im Ernstfall gesichert.
  6. Testament. Bei Unternehmerpaaren gehört ein handschriftliches oder besser notarielles Testament zur Risikovorsorge für beide Partner.
  7. Ehevertrag. Ist das Unternehmerpaar verheiratet, darf ein Ehevertrag nicht fehlen. Er ist nicht nur bei einer Scheidung wichtig, sondern regelt im Todesfall auch die Erbberechtigung.
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