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Fraunhofer-Studie Deutschland ist wieder in

Deutsche Unternehmen verlagern ihre Produktion nicht mehr so häufig ins Ausland. Und jeder vierte bis sechste Betrieb kehrt zurück, weil Einbußen bei Qualität und Flexibilität die erhofften Einsparungen bei den Lohnkosten auffressen. Zu diesem Ergebnis kam das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe bei einer Untersuchung von 1663 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes.

Bevorzugte Ziele für Produktionsverlagerungen waren die neuen EU-Mitgliedsländer, allen voran Tschechien und Polen. China auf Rang drei ist mit Abstand das wichtigste Verlagerungsziel außerhalb der EU. Geringere Personalkosten sind nach wie vor das dominierende Motiv für Produktionsverlagerungen, insbesondere in die neuen EU-Mitgliedsländer.

Nach Ansicht der Fraunhofer-Experten dürfen sich Verlagerungsentscheidungen nicht alleine auf Vergleiche der Personalkosten stützen, sondern müssen auch Qualitätssicherungskosten und Aufwendungen zur Sicherung der Flexibilität (Puffer-, Lager- und Betreuungskosten) kalkulieren. Um das zu erleichtern, hat das ISI eine Software entwickelt. Weitere Infos unter www.isi.fraunhofer.de

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