Anerkennungsgesetz -

Der „Bericht zum Anerkennungsgesetz“ im Überblick

Zum „zweiten Geburtstag“ des Anerkennungsgesetzes hat das Bildungsministerium den „Bericht zum Anerkennungsgesetz“ herausgegeben und darin Bilanz zu der Regelung gezogen. Der Bericht betont den Erfolg des Gesetzes und die Zustimmung, die es bei Arbeitgebern, aber auch bei Gewerkschaften und Migrantenstiftungen erfahre.

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Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2012 untermauern diese Beobachtung: Danach wurden von April bis Dezember des Jahres bundesweit gemeldeten rund 11000 Verfahren bereits nahezu Dreiviertel (rund 8000) entschieden (Stichtag: 31. Dezember 2012).

Der überwiegende Teil davon (82 Prozent) wurde mit einer vollen Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen beendet. Diese Abschlüsse sind den deutschen Referenzberufen vollständig gleichwertig. Erfreulich für das Handwerk: Rund 20 Prozent dieser Antrage betreffen die nicht reglementierten Ausbildungsberufe im dualen System wie den kaufmännischen Bereich oder Mechaniker sowie Elektroniker. Neben der großen Anzahl an vollen Gleichwertigkeitsbescheiden (66 Prozent) wurden den Antragstellern auch Teile der Qualifikation als gleichwertig anerkannt. Auch durch diese Teilanerkennung wird der Arbeitsmarktzugang verbessert.

Gleichzeitig stellt die Studie aber auch fest, dass gerade die Unternehmer das Anerkennungsgesetz nicht kennen, denen es am meisten helfen könnte.

Nach einer im Frühjahr 2013 durchgeführten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages in 15000 kleinen und mittelständischen Betrieben war das Anerkennungsgesetz nur rund 26 Prozent der Befragten bekannt. Positiv hervorgehoben wird aber die Rolle der Kammern in den Prozessen. Sie seien schon frühzeitig an Bord gewesen, hätten umfangreiche Expertise aufgebaut und handlungsfähige Strukturen geschaffen.

Der „Bericht zum Anerkennungsgesetz“ steht zum kostenfreien Download bereit unter http://www.bmbf.de/pub/bericht_anerkennungsgesetz_2014.pdf

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