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Datenschutz: Auch KMU brauchen einen Beauftragten

Ob von Kunden oder Mitarbeitern - persönliche Daten unterstehen einem hohen Schutz. Aus diesem Grund benötigen Betriebe, die personenbezogene Daten verarbeiten, einen Datenschutzbeauftragten (DSB). Unternehmen haben zwei Möglichkeiten: Sie können einen internen oder externen DSB beauftragen.

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Über seine persönlichen Daten darf jeder Bürger selbst bestimmen. Das sieht das Grundgesetz so vor. Deshalb existiert in Deutschland das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), das die Persönlichkeitsrechte und Bürger vor missbräuchlicher Datenverarbeitung schützen soll. Unternehmen, die personenbezogene Daten – beispielsweise ihrer Kunden oder Mitarbeiter – verarbeiten, benötigen deshalb einen Datenschutzbeauftragten (DSB).  

Der DSB hat die Aufgabe, das Datenschutzniveau des Betriebs zu analysieren und dem Geschäftsführer gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesserung zu machen. Außerdem muss er die Datenverarbeitungsprogramme kontrollieren und präventive Maßnahmen wie Schulungen oder Kontrollen überwachen.

Erstes Online-Tool für Datenschutz

Um dem Datenschutzbeauftragten die Arbeit und Informationsbeschaffung zu erleichtern, stellt beispielsweise das Institut für IT-Recht (IITR) zusammen mit dem Münchner Beratungsunternehmen für digitale Wirtschaft soul-surf ein DSB-Kit zur Verfügung. Betriebe erhalten damit verständliche Online- sowie Printunterlagen zu gesetzlichen Bestimmungen und Formularen. Außerdem zählen eine Onlineschulung für Mitarbeiter und monatliche Newsletter zum Kit.

Optional unterstütz ein Regionalpartner der IITR GmbH die Umsetzung des internen Datenschutz-Konzepts. Das Tool entspricht dem Bundesdatenschutzgesetz und richtet sich speziell an kleine Unternehmen, die den Datenschutzbestimmungen verpflichtet sind. Zusätzlich erhalten Unternehmen ein begleitendes Zertifikat. Das Paket ist für einen Preis ab 390 Euro pro Jahr erhältlich.

Externe Datenschutzbeauftragte einsetzen

Allerdings kann es für kleine Unternehmen teilweise schwierig sein, einen Mitarbeiter mit dem Datenschutz zu beauftragen. So ist es seit 2010 auch erlaubt, das Angebot eines externen DSB zu nutzen. Meist handelt es sich um Juristen, die mit der Gesetzeslage vertraut sind.

Den Service, die Datenschutzorganisation des Betriebs zu übernehmen, bieten deutschlandweit verschiedene Unternehmen und Selbständige an. Sie informieren über die Voraussetzungen, helfen bei der Umsetzung und stehen als Ansprechpartner bereit. Bei der Suche nach externen DSB unterstütz beispielsweise der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD).

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