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Elektromobilität 2019 Das kommt neu: Modelle, Förderung, Ladeinfrastruktur

2019 soll die Elektromobilität in Deutschland durchstarten. Der Zentralverband Kfz-Gewerbe hat zusammengestellt,was in diesem Jahr neu in Sachen Elektromobilität ist - von neuen Modellen bis zur Förderung. Die will die Bundesregierung jetzt erweitern.

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2019 soll die Elektromobilität in Deutschland deutlich Fahrt aufnehmen. Das versprechen die Automobilhersteller und die Politik. Mit weiteren sechs Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Elektromobilität. Gefördert werden die Projekte im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI. Deren Forschungs- und Entwicklungsanteil ist neben der Konzept- und Investitionsförderung ein wichtiges Element bei der Unterstützung des weiteren Markthochlaufs von batterieelektrischen Fahrzeugen und liefert über die Programmbegleitforschung wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung des Förderprogramms. Jetzt hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz sogar angekündigt, die gegenwärtig bis 2021 begrenzten Steuer-Förderprogramme für batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen.

Neue und preiswertere Modelle

Gerade preiswertere E-Modelle, insbesondere für den Stadt- und Nahverkehr werden 2019 den deutschen Automarkt bereichern: So wird der e.GO Life Mitte des Jahres seinen Serienstart haben. Der Kleinwagen wurde entwickelt von einem Team der technischen Universität Aachen, das auch den Transporter Streetscooter entworfen hat.

Ebenfalls dieses Jahr wird der Kabinenroller „Microlino“ zu haben sein. Das kleine City-Auto hat als Vorbild die Isetta von BMW aus dem Jahr 1955. Hinzu kommt der Smart, der ab 2020 nur noch mit Elektromotor zu haben ist. Volkswagen verspricht gar ein regelrechtes Feuerwerk an Elektromodellen: Gut drei Dutzend neue Elektroauto-Modelle werden 2019 und 2020 auf den Markt kommen.

Staatliche Förderung der E-Mobilität

Bis Ende 2018 waren in Deutschland knapp 200 000 E-Fahrzeuge angemeldet. Dabei haben die rein batteriebetriebene Autos bei den Zulassungszahlen 2018 deutlich zugelegt. Trotz des staatlich geförderten Umweltbonus blieb der Durchbruch für Elektroautos noch aus. Das Förderprogramm läuft noch bis 30. Juni 2019. Ob die Bundesregierung das Programm über den Juni hinaus verlängert, ist noch nicht geklärt. Von den 600 Millionen Euro im Fördertopf steht aktuell noch rund die Hälfte zur Verfügung.

Seit Juli 2016 subventionieren Bund und Hersteller die meisten Elektroautos sowie Pkw mit Brennstoffzelle mit insgesamt 4000 Euro, Plug-in-Hybride werden mit 3000 Euro gefördert. Diese Prämie gibt es sowohl beim Kauf als auch beim Leasing. Manche Autokonzerne legen auf ihren Anteil – er beträgt die Hälfte des Betrags – sogar noch etwas oben drauf.

Zuständig für die Bewilligung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), in der Regel füllen die Autohändler die erforderlichen Formulare für die Kunden aus. Beantragen können die Förderung Privatpersonen, aber auch Unternehmen, Stiftungen und Vereine. Den Umweltbonus gibt es allerdings nur, wenn der Wagen auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA steht. Bei allen Elektroautos, die gefördert werden sollen, muss der Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro liegen.

Gewerbetreibende in Baden-Württemberg werden zum Beispiel mit dem „BW-e Gutschein“ zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge ermuntert: Hier beträgt der Zuschuss für Unterhalts- und Infrastrukturkosten (z.B. Ladestationen) maximal 6.000 Euro. Sie werden zusätzlich zur Bundesprämie gewährt. Individuelle Fördermittel stellen zahlreiche Städte und Gemeinde in Deutschland bereit. Manche Energieversorger zahlen auch Prämien an Kunden aus, die sich ein neues Elektroauto anschaffen – zusätzlich zum Umweltbonus.

Ladeinfrastruktur muss verbessert werden

Ende 2018 gab es rund 16 000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte – davon 12 Prozent Schnelllader. Hier hat Deutschland nach wie vor Nachholbedarf, sieht doch die „Nationale Plattform für Elektromobilität“ für 2020 einen Bedarf von 70 000 öffentlichen Ladepunkten und 7100 Schnellladesäulen.

Doch wer hofft, dass es endlich auch einen gesetzlichen Anspruch auf eine Ladesäule in einer privaten Tiefgarage gibt, wird sich weiter gedulden müssen: Zwar haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, den Einbau von Ladestellen für Elektrofahrzeuge zu erleichtern. Dennoch haben Mieter und Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern derzeit keine rechtliche Handhabe, um eine eigene private Ladesäule (Wallbox) an ihrem Stellplatz zu installieren. Frühestens nach der Sommerpause ist mit dem Abschlusspapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu rechnen, die den gesetzlichen Anspruch auf eine Ladesäule in einer privaten Tiefgarage diskutiert.

Elektroautos müssen einen Warnton haben

Ab 1. Juli 2019 wird ein verpflichtender Warnton für Elektroautos eingeführt. Ziel ist es, dass Radfahrer, Fußgänger sowie ältere und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer besser auf die bisher leisen Fahrzeuge aufmerksam werden.

E-Scooter kommen 2019 an den Start

2019 sollen auch E-Scooter („Kick-Scooter“) in Deutschland erlaubt werden. Experten sehen hierin einen Markt, der einen entsprechend umfangreichen Beitrag zur Mobilität der Zukunft beitragen kann. Man erwartet im Geschäft mit der so genannten Mikromobilität in Form von Elektrorollern, E-Bikes und E-Tretroller einen Umsatz von 150 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2030 in Europa.

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