Markt -

Das ändert sich im Juni: Basiskonto, Einlagensicherung und Fußball-EM

Das Einlagensicherungssystem verspricht Einlegern aller Kreditinstitute ab dem 1. Juni 2016 eine schnellere Entschädigung. Ab dem 19. Juni 2016 haben alle Bürger das Recht auf ein Basiskonto und wegen der Fußball-Europameisterschaft hat das Kabinett Ausnahmen verabschiedet, die Fans das Public Viewing ermöglichen.

Die erste Gesetzesänderung tritt zum 1. des neuen Monats in Kraft: Ab dann gilt für Bankkunden ein schnelleres Entschädigungsverfahren. Dieses sieht vor, dass Einleger aller Banken innerhalb von sieben Arbeitstagen entschädigt werden, sofern der Entschädigungsanspruch festgestellt wurde. Bislang galt eine Frist von 20 Tagen. Verbraucherfreundlicher ist ebenfalls, dass betroffene Einleger ihre Entschädigung bis zu einer Summe von 100.000 Euro nicht mehr beantragen müssen. Bankkunden werden vom Einlagensicherungssystem automatisch benachrichtigt.

Das Jedermann-Konto kommt

Ab dem 19. Juni 2016 haben alle Bürger, einschließlich Asylsuchende und Menschen, die in Deutschland geduldet sind, das Recht auf ein Basiskonto. Ab dann ermöglicht das Jedermann-Konto allen Personen, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen und Bar-, sowie Ein- und Auszahlungen zu tätigen. Für die Eröffnung des Basiskontos gibt es nach Angaben der Bundesregierung einen verständlichen Musterantrag mit Beispielen und Ankreuzfeldern. Antragssteller können beim Ausfüllen zugleich beantragen, dass das Konto als Pfändungsschutzkonto geführt wird.

Das Basiskonto ist ein Konto auf Guthabenbasis. In der Regel erhält der Kunde kein Recht, Schulden zu machen – der Überziehungsrahmen entfällt. Zugleich profitieren aber Inhaber eines Jedermann-Kontos, denn dieses ist besonders geschützt:

  • Banken dürfen nur angemessene Entgelte verlangen.
  • Die Kündigungsmöglichkeiten der Kreditinstitute sind deutlich eingeschränkt.

Weg frei für Public Viewing zur EM

Am 10. Juni wird die Fußball-Europameisterschaft mit der Begegnung zwischen dem Gastgeber Frankreich und Rumänien angepfiffen. Damit dem EM-Fieber nichts im Weg steht, hat das Kabinett Ausnahmen bei der Lärmschutz-Verordnung beschlossen. Die Bundesregierung erweitert dadurch für Kommunen den Spielraum, Public Viewing zuzulassen. Denn die Veranstalter müssen Public Viewing bei ihrer zuständigen kommunalen Behörde beantragen. Die Ausnahmeregelung für die Dauer der Europameisterschaft ist nötig, da die Fußballspiele erst um 22.00 Uhr oder später zu Ende sein können. Das steht im Konflikt mit dem nächtlichen Lärmschutz.

Der Einzelfall entscheidet

Um den Konflikt zwischen der Lärmschutz-Verordnung und der Fußball-Begeisterung der Fans zu entschärfen, wägen die Ordnungsämter jeden Einzelfall ab. Dabei wird "zwischen dem besonderen öffentlichen Interesse an den Fußballspielen und dem Schutz der Nachtruhe" abgewägt, kommentiert das für die Lärmschutz-Ausnahmen zuständige Bundesumweltministerium.

Bleibt die Frage, welche Mannschaft die EM gewinnt: Melden Sie sich zum handwerk magazin EM-Tippspiel an und tippen Sie mit! Es winken Preise im Gesamtwert von 2.000 Euro.

© handwerk-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen