Einkommensteuern -

Darlehen vom Chef: So versteuern Sie das richtig

Arbeitgeber können Mitarbeitern finanziell mit einem Darlehen unter die Arme greifen. Den Zinsvorteil gegenüber banküblichen Darlehen muss der Arbeitnehmer allerdings als geldwerten Vorteil versteuern.

Übersteigt die Darlehenssumme den Betrag von 2600 Euro nicht, muss kein geldwerter Vorteil versteuert werden. Liegt die Summe darüber, ist ein marktüblicher Zins zu ermitteln, von dem ein Abschlag von vier Prozent vorgenommen wird.

Vom verbleibenden Zinssatz wird der vom Arbeitnehmer bezahlte Zinssatz abgezogen. Der Differenzzinssatz Lohnsteuer führt zu einem steuerpflichtigen geldwerten Vorteil.

Beispiel: Arbeitnehmerin Huber bekommt von ihrem Chef ein Darlehen über 10 000 Euro zu einem Zinssatz von einem Prozent. Ihr persönlicher Steuersatz liegt bei 23 Prozent. Die Rechnung: Marktüblicher Zinssatz 5,85 Prozent abzgl. 4 Prozent = 5,61Prozent abzgl. 1 Prozent = 4,61 Prozent. Bezogen auf die Darlehenssumme von 10 000 Euro beträgt der zu versteuernde geldwerte Vorteil also 461 Euro pro Jahr. Das führt bei einem Steuersatz von 23 Prozent zu Steuern in Höhe von 106 Euro.

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