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Digitalstrategie Cloud-Telefonie: Weniger Kosten, mehr Agilität

Digitale Lösungen helfen den Betrieben dabei Kosten einzusparen und effizienter zu arbeiten. Beide Ziele erfüllt die Telefonie übers Internet: Egal ob die Mitarbeiter unterwegs, im Ausland oder im Homeoffice sind, sie sind unter einer Nummer erreichbar und können Informationen direkt in Workflow-Tools ablegen.

Topic channels: TS Digitalisierung, TS IT-Trends und TS Cloud Computing

Telefonieren ohne Funknetz – das tun die meisten über Whatsapp oder Microsoft Teams, wenn es beruflich ist. Schwierig ist es aber, wenn der Gesprächspartner kein Whatsapp auf seinem Handy besitzt oder, wie es häufig in ländlichen Regionen in Deutschland der Fall ist, nur einen lückenhaften Internetempfang hat. Das gute alte Festnetz hat daher auch in Handwerkbetrieben nach wie vor seinen festen Platz. Doch nun kommt, nach und nach, die Cloud ins Spiel.

Unternehmen wie Carglass machen es vor. In seinem Callcenter nehmen 170 Mitarbeiter Anrufe aus der Cloud entgegen. Dafür hat der Autoglas-Experte die Softwarelösung Purecloud des US-Dienstleisters Genesys installiert und darüber die gesamte Telefonanlage in die Cloud verlegt. Über eine App auf dem Smartphone oder ein PC mit Internetanschluss werden alle Nebenstellen in den Büros und dienstlichen Mobiltelefone über Internettelefonie abgewickelt. Das Gute daran: Der Anrufer bekommt von dieser Umstellung nichts mit, denn die bekannten Telefonnummern bleiben erhalten.

Steigende Anforderungen an Mobilität und Flexibilität

Auch Handwerksbetriebe erhalten mit Cloud-Telefonie eine zukunftssichere Alternative zum bestehenden analogen Telefonanschluss. Bei der Umstellung auf eine Telefonanlage auf Basis von VoIP (Voice over Internet Protocol) werden alle Kommunikationskanäle digital über das Internet zusammengeführt. Dies bietet Handwerksbetrieben eine einheitliche und sichere IT-Infrastruktur und bereitet sie auf die steigende Anforderungen vor.

Kommunikationsdienstleister Francotyp-Postalia (FP) und die Internetplattform Forum Handwerk Digital, betrieben vom Sanitär- und Heizungsgroßhändler Richter+Frenzel sehen in der Cloud-Telefonie einen wichtigen Schritt bei der Digitalisierung der Betriebe. Gemeinsam wollen die Partner Handwerksunternehmen bei der Umstellung auf Internet-Kommunikation begleiten. Ihr Credo: Um auf dem Markt zu bestehen, müssen sich Betriebe mit   digitalen Lösungen auseinandersetzen und diese in ihre Geschäftspraxis integrieren. „Die Digitalisierung sichert Handwerksbetrieben auf lange Sicht ihre Existenz. Es ist uns wichtig, sie als starker Partner für sichere digitale Kommunikationsprozesse zu unterstützen“, sagt Stefan Huth, Leiter Marketing & Inside Sales bei FP.

Eine IP-Telefonanlage beschert viele Vorteile:

  1. Weniger Kosten: Weil die Telefonanschlüsse von jedem beliebigen Endgerät in der Cloud genutzt werden können, fallen keine einzelnen Verbindungspreise an. Dabei ist es egal, wo sich die Mitarbeiter gerade aufhalten – entweder im Büro oder im Homeoffice, unterwegs, selbst im Ausland. Updates und die technische Wartung erfolgen in der Regel durch die Provider. Die Verträge haben flexible Laufzeiten.
  2. Mehr Agilität: Statt eines sperrigen Telefons auf dem Schreibtisch benötigt es nur einen PC mit Internetanschluss oder eine App auf dem Smartphone – was außerdem eine größere Mobilität beschert.
  3. Gewohnte Erreichbarkeit: Anders als bei Skype oder Microsoft Teams müssen keine neuen Kontakte vergeben werden – jeder Mitarbeiter kann über die gewohnte Telefonnummer erreicht werden.
  4. Hohe Sicherheitsstandards: Die Befürchtung, eine weitere Angriffsfläche für Hacker zu bieten, ist unbegründet. Die VoIP-Lösungen von FP werden beispielsweise in Rechenzentren in Deutschland betrieben, womit hohe Sicherheitsstandards garantiert sind.
  5. Keine Medienbrüche: Cloud-Telekommunikationsanlagen können in Systeme wie das Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP) integriert werden, womit Handwerksbetriebe ihren Kundenservice und ihre Prozesse effizienter gestalten können. So erhalten die Mitarbeiter bei eingehenden Anrufen über das CRM-Tool zum Beispiel sofort Informationen über den Anrufer und seine bisherigen Aktivitäten. Zudem können sie sämtliche Interaktionen mit Kunden und Interessenten im CRM aufnehmen. Beim ERP können Mitarbeiter außerdem Aufträge erstellen sowie die damit verbundenen Materialien ordern.




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