Burnout: Kosten nicht absetzbar

Wer als Handwerker an einem Burnout erkrankt, kann die Behandlungskosten zunächst nicht als Betriebsausgabe oder Werbungskosten steuerlich absetzen. Das entschied das Finanzgericht (FG) München in einem Urteil.

Der kausale Zusammenhang zwischen einer beruflichen Belastungssituation und einer psychischen Erkrankung sei nicht zwangsläufig gegeben“, so die Richter in ihrem Urteil (FG München, AZ: 8 K 3159 / 10). Legt der Handwerker ein amtsärztliches Attest für eine nachgewiesene „außergewöhnliche Belastung“ vor, besteht die Chance, dass die Klinik-Rechnung über Burnout vom Finanzamt akzeptiert wird.

Tipp: Bei anderen schweren Erkrankungen, wie etwa bei einem Herzinfarkt, ist der Sachverhalt eindeutiger geregelt. Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs zählt ein Infarkt bei körperlich anstrengenden Berufen zu einer typischen Berufskrankheit.

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