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Brezelgespräch thematisiert Wandel "Die klebrige Suppe des Gewohnten"

Das 24. Brezelgespräch der Betriebswirte des Handwerks (BdH) setzte sich mit der Frage auseinander, wie sich das Handwerk optimal für die Zukunft aufstellt.

Topic channels: TS Digitalisierung und TS Zukunftsperspektiven im Handwerk

„Man konnte im Publikum erkennen, wie so mancher Groschen viel“, bewertete Rainer Glemser, Vorstand der Betriebswirte im Handwerk (BdH) Stuttgart, das Ergebnis der Podiumsdiskussion, die innerhalb des Brezelgesprächs der Betriebswirte in Stuttgart stattfand.

Der Event thematisierte in diesem Jahr das Projekt „Handwerk 2025 - mit Strategie und Perspektive in die Zukunft“ des baden-württembergischen Handwerkstags (BWHT), der Handwerkskammern und des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums. Bei diesem Projekt werden die Erfolgsfaktoren wichtiger Handlungsfelder wie etwa demografischer Wandel, Energiewende und Digitalisierung analysiert.

Die zwei Seiten der Digitalisierung

Nach den obligatorischen Begrüßungen und Grußworten von Rainer Glemser, Thomas Hoefling, dem neuen Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Stuttgart, sowie Harald Heitsch vom BdH Hamburg, der den erkrankten Bundesvorsitzenden Heinz Weber vertrat, stellte die Studienleiterin und Geschäftsführerin der Beratungsfirma itb, Dr. Birgit Ester, den rund 80 anwesenden Gästen erste grobe Ergebnisse des Projekts „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ vor.

„Die Teilnehmer des Brezelgesprächs konnten eindrücklich die Tiefe und Breite des Projektes erkennen“, bewertete Vorstand Glemser die erste Analyse. Man werde die Veröffentlichung der finalen Ergebnisse Anfang kommenden Jahres sehr interessiert begleiten.

Das anschließende Podiumsgespräch ließ erkennen, wie unterschiedlich das Thema Digitalisierung gesehen wird: Rainer Reichhold, Präsident von BWHT- und HWK Stuttgart, legte die Thematik der Digitalisierung sehr gut verständlich und anschaulich dar.

Rainer Glemser stellte mit seiner Argumentation einen praxisorientierten Gegenpol zu Reichhold dar: Mit seiner kritischen Sichtweise, versuchte er die Ängste und Interessen von Handwerksunternehmern darzulegen, die durch das alltägliche Tun, noch nicht die Zeit und Gelegenheit hatten sich intensiver mit der Digitalisierung auseinander zu setzen.

Digitalisierung, Breitbandausbau und duale Ausbildung

Die Diskussion thematisierte Fragen, wie man Betriebe für die Digitalisierung begeistern kann, warum wir dringend bessere Breitband-Versorgung auf dem Land brauchen, wie die duale Ausbildung weiterentwickelt werden muss und warum es bei den Gewerbeschulen Handlungsbedarf gibt.

Der Satz des Abends kam vom Vorstand Glemser: "Die klebrige Suppe des Gewohnten", die man als Handwerksunternehmer überwinden müsse, wenn man sich besser für die Zukunft aufstellen will. Sein Fazit:„Das Brezelgespräch schuf einen positiven Blick auf die Digitalisierung und ließ einige Ideen entstehen, die ich als Vorsitzender des Landesverbandes der Betriebswirte des Handwerks Baden-Württemberg mit den Regionalvereinen, den Handwerkskammern, den Kreishandwerkerschaften, den Unternehmerfrauen umsetzen möchte.“

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