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Bewertungsportale: Im strengen Urteil der Kunden

Was in der Hotelbranche üblich ist, gewinnt im Handwerk rasant an Bedeutung: die Bewertung im Internet. Wie Sie den Trend nutzen und sich bei technischen Problemen der Portalbetreiber wehren.

Die Kunden von Norbert Schulze halten mit ihrer Begeisterung nicht hinterm Berg. „Selten solch eine Handwerksarbeit und Beratung erlebt“, bescheinigt etwa ein Hausbesitzer aus Niederkassel auf kennstdueinen.de. Über 170 Beurteilungen hat die Kölner Firma „Fensterkonzepte Schulze“ seit März 2013 von ihren Auftraggebern erhalten. Bis auf eine weisen alle die „Bestnote“ von fünf Sternen auf. Eine Traumquote, die für das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen im wahrsten Sinne Gold wert ist. „Etwa zehn bis zwanzig neue Aufträge pro Monat erhalten wir aufgrund der Bewertungen“, schätzt Rollladen- und Jalousienbaumeister Norbert Schulze.

Damit gehört der Unternehmer zu den Vorreitern in seiner Branche. Denn im Gegensatz zum Hotelgewerbe sind Bewertungen von Handwerksbetrieben im Netz bislang noch selten. „Allerdings gibt es Ausnahmen“, differenziert Wolfram Kroker, eBusiness-Lotse der Handwerkskammer Lübeck. So müssten sich Friseure weitaus häufiger dem öffentlichen Urteil ihrer Kunden stellen als zum Beispiel Betriebe in den Bau- und Ausbaugewerken.

Die Ursache sieht der Experte in der Emotionalität der Dienstleistungen: „Ob eine Frisur oder ein Hotelaufenthalt gelungen sind, kann letztlich niemand besser beurteilen als der Kunde.“ Bei einer Heizungsinstallation oder einem neuen Fenster hingegen trauten sich viele Laien kein Urteil zu. „Oder erst, wenn die Neuerwerbung sich bewährt hat“, ergänzt Kroker, „doch wer denkt dann noch an eine Bewertung?“

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