IT -

Windows XP: Bitte alle aussteigen

Das Ende des XP-Supports bringt ein zweites Problem mit sich: Andere Firmen, die heute noch Software anbieten, die mit dem beliebten Betriebssystem kompatibel ist, werden künftig auch keine Sicherheits-Updates mehr herausbringen. Das erhöht erstens das Risiko weiter, zweitens werden Programme wie der Browser Firefox oder Antivirensoftware in Zukunft nicht mehr mit XP funktionieren.

In Panik muss trotzdem niemand verfallen. „Der Wechsel sollte zwar so schnell wie möglich erfolgen“, sagt Axel Strack. „Aber wer einige Punkte beachtet, hat noch etwas Zeit“ (siehe Sofortmaßnahmen). Wer nicht mit dem Computer online geht, kann weiter sorglos arbeiten, sollte aber aufpassen, dass nicht per USB-Stick ein Virus auf dem Rechner landet.

Wer wechseln will oder muss, sollte sich aber etwas Zeit nehmen. Bei Neuhaus Haustechnik, einer Firma mit sieben Mitarbeitern, plante man bereits im Dezember vergangenen Jahres zwei halbe Tage für den Januar ein, um den Software-Umzug möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen. „Wir konnten in dieser Zeit überhaupt nichts an den Rechnern machen“, sagt Chef Michael Neuhaus. „Darum hatten wir für diese beiden Tage verstärkt Außentermine eingeplant.

Der Wechsel des Betriebssystems verlief bei Neuhaus Haustechnik problemlos, das ist jedoch nicht immer so. Das weiß Axel Strack zu gut, denn er betreut seit rund einem halben Jahr jede Woche mindestens einen Handwerker zu dieser Frage: „Die meisten Handwerker haben eine Software, die speziell auf ihr Gewerk zugeschnitten ist“, sagt er. „Sie ist aber selten auf dem neusten Stand.“ Dann müssten zunächst alte Datenbanken und Kundendaten konvertiert werden. Außerdem bräuchten viele Handwerker dadurch neue Software-Abos, die zusätzliche Kosten verursachen.

Unterbeiträge zu diesem Artikel
© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen