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Windows XP: Bitte alle aussteigen

Windows XP ist das in Deutschland am zweithäufigsten genutzte Betriebssystem. Am 8. April stellt Microsoft den Support ein. Die Folgen für Handwerker sind vielschichtig. Das sollten Sie jetzt tun.

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Weil Windows XP so stabil lief, konnte sich die Firma Neuhaus Haustechnik – wie viele andere auch – lange nicht von dem Microsoft Betriebssystem trennen. Jetzt hatte das Essener Unternehmen für Badgestaltung, Heizungs- und Lüftungsbau keine andere Wahl mehr: Microsoft hat den Support für Windows XP mit Servicepack 3 zum 8. April eingestellt. „Die Gefahr war zu groß“, sagt IT-Berater Axel Strack, der bei der Firma Neuhaus den Wechsel auf Windows 7 betreut hat. „Cyberkriminelle werden gezielt nach Sicherheitslücken suchen, um bei XP-Rechnern im Netz persönliche Daten abzugreifen.“ Das können Bankinformationen sein, aber auch Benutzernamen oder Passwörter. Thomas Hirl, stellvertretender Leiter der Zentralstelle Cybercrime beim Bayerischen Landeskriminalamt, stimmt zu: „Es gibt keine Alternative: Man muss auf eine andere Software umsteigen, denn die Gefahren nehmen zu.“

Virengefahr steigt um 66 Prozent

Microsoft Deutschland warnt Noch-XP-Kunden bereits mit abschreckenden Daten: „Der Support für Windows XP mit Servicepack 2 wurde bereits eingestellt. Binnen zwei Jahren stieg die Infizierung betroffener Geräte mit Malware um 66 Prozent.“ Ähnliche Steigerungen sind laut Microsoft auch jetzt bei der Supporteinstellung für das Servicepack 3 zu erwarten.

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