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Regeln für den Krankenbesuch Besuch im Krankenhaus - wenn Mitarbeiter krank sind

Ihr Mitarbeiter hatte einen Arbeitsunfall oder ist krank und liegt im Krankenhaus? Dann ist ein Krankenbesuch eine besonders nette Geste. Damit der Besuch für die Patienten keine unnötige Belastung, sondern viel mehr eine Freude ist, gibt es einige Dinge zu beachten.

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Niemand liegt gerne im Krankenhaus, um so schöner, wenn man Besuch von bekannten Gesichtern bekommt. Allerdings gibt es einige Regeln, an die sich Besucher halten sollten. Da man oft etwas unsicher ist, was nun "richtig" oder "falsch" ist, haben wir ein paar Tipps von ARAG Experten, wie der Besuch für alle positiv verläuft.

Welche Uhrzeit eignet sich für einen Besuch beim Kollegen?

Mal schnell zwischen zwei Baustellen oder während der Mittagspause im Krankenhaus vorbei schauen? Grundsätzlich eine nette Idee, denn feste Besucherzeiten gibt es in den deutschen Kliniken kaum noch. Es empfielt sich aber trotzdem vorher zu informieren, ob es Besucherzeiten gibt. Gibt es diese nicht, sollte man aber nicht einfach kommen und gehen, wann man mag. Die meisten Untersuchungen und Arztvisiten finden in der Früh statt. Daher , wenn Besucher nicht vor 9.00 Uhr im Krankenhaus auftauchen.

Da Patienten oft viel Ruhe benötigen, sollte auch zur Mittagszeit kein Besuch abgestattet werden. Wer länger bei einem Patienten vorbeischauen möchte, sollte dies am Nachmittag tun, da hier - in der Regel - keine Arztbesuche mehr stattfinden. Abends gilt es, sich relativ frühzeitig zu verabschieden. Ab 20.00 Uhr herrscht üblicherweise Nachtruhe. Wem es nicht möglich ist, sich an diese Zeiten zu halten, sollte mit der Station eine individuelle Besuchszeit abstimmen und diese dann natürlich auch einhalten.

Wer und wie viele Personen sollten den kranken Mitarbeiter besuchen?

Mit der ganzen Truppe von der Baustelle direkt in die Klinik - theoretisch eine gut gemeinte Idee, aber praktisch unbedingt zu vermeiden. Es sollten immer nur zwei Besucher zur gleichen Zeit im Krankenzimmer sein. Ist der Patient fit genug, bietet es sich für eine größere Besucheranzahl eher an, den Besuch in die Kantine des Krankenhauses zu verlegen.

Mitbringsel fürs Krankenhaus - was ist als Geschenk angebracht?

Keine Frage - Schokolade macht glücklich. Ob dies allerdings für den Patienten ebenso gilt, sollte vorher lieber mit dem Pflegepersonal abgeklärt werden. Denn je nach Krankheitszustand kann es sein, dass der Patient nicht alles essen darf oder eine spezielle Diät halten muss. Ebenso sind empfindliche Produkte wie z. B. Joghurt oder Eis als Mitbringsel ungeeignet, da sie Kühlung benötigen, welche es auf Station nicht immer für Patienten gibt. Besser geeignet sind Dinge, die einem die Zeit vertreiben, denn davon haben sie meist mehr als genug.

Ein spannendes Buch, eine interessante Fachlektüre oder die Tageszeitung könnten passende Aufmerksamkeiten sein. Aber bitte keine Arbeitsunterlagen aus dem Büro oder Papierkram - denn im Krankenhaus soll man gesund werden und sich schonen. Übrigens: Wer Blumen mitbringt, sollte auf keinen Fall Topfblumen schenken, da die Erde keimbelastet sein könnte. Schnittblumen sind natürlich erlaubt und auch gerne gesehen. Die Blumen lässt man allerdings besser in der Klinik, auch wenn sie sich noch so gut gehalten haben. Abergläubische Menschen sind überzeugt, dass ansonsten auch die Krankheit mit nach Hause genommen werden könnte.

Hygiene im Krankenzimmer

Die Hygiene in einer Klinik ist entscheidend für die Genesung der Patienten. Wer direkt von einem Kunden oder einer Baustelle kommt, sollte darauf achten, saubere Kleidung zu tragen, um nicht unnötigen Schmutz mit ins Krankenhaus zu bringen. Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt es sich, den Blaumann oder die Arbeitskleidung vor dem Besuch noch schnell zu tauschen. Beim Krankenzimmer angelangt, gilt es einige entscheidende Regeln zu beachten, insbesondere bei Patienten mit Isolationspflicht. Dazu gehört zunächst, sich die Hände richtig zu desinfizieren. Dazu gibt es in den meisten Zimmern und Gängen Desinfektionsmittelspender, die bei einem längeren Besuch auch gerne mehrfach benutzt werden dürfen.

Zudem sollte man sich nicht auf das Krankenbett setzen, sondern auf den Besucherstuhl. Wer auf die Toilette muss, sucht am besten die Besuchertoilette auf. Die Toilette im Krankenzimmer ist den Patienten vorbehalten. Wer gerne seinen Kollegen besuchen möchte, aber selber krank ist und beispielsweise eine Erkältung hat, hat nichts in der Klinik verloren und sollte seinen Besuch vertagen.

Respekt im Krankenhaus


Möchten Sie es, dass man einfach so ohne anzuklopfen in Ihr Büro platzt? Wahrscheinlich nicht - daher versteht es sich von selbst, dass man auch nicht einfach so ins Krankenzimmer spaziert, sondern anklopft und auf eine Antwort wartet. Zum einen aus Respekt vor etwaigen Mitpatienten, zum anderen, weil gerade ein Arzt eine Untersuchung im Krankbett vornehmen könnte oder das Pflegepersonal mit dem Patienten beschäftigt ist. Kleiner Tipp: Oftmals sind in den Krankenhäusern an jedem Zimmer außen kleine Leuchten angebracht. Leuchtet es gerade grün, befindet sich Pflegepersonal im Zimmer. Hier empfiehlt es sich, einfach einen Moment zu warten.

Wenn im Krankenhaus telefoniert werden darf und der Fall eintritt, dass man während des Besuches unbedingt telefonieren muss, gilt es, dies leise zu tun und auch den Klingelton leise zu stellen. Am besten führt man Gespräche draußen oder im Aufenthaltsraum. Und wer unbedingt meint ein Foto vom Kollegen im Krankenbett machen zu müssen, darf dies für den privaten Gebrauch gerne aufnehmen. Allerdings empfiehlt es sich bei der Aufnahme aus Gründen der Privatsphäre darauf zu achten, dass keine anderen Patienten, Besucher oder Krankenhausmitarbeiter mit auf dem Foto sind.

Übrigens: Nach der ‚Schwester‘ zu rufen, ist tabu. Zunächst stellt sich die berechtigte Frage, wie man nach männlichen Vertretern der Zunft rufen würde. ‚Bruder‘ ja wohl kaum. Zudem ist die Titulierung nur mit der Berufsbezeichnung respektlos und ja auch in anderen Berufen unüblich. Daher sollten sowohl Patienten als auch Besucher Krankenpflegerinnen und -pfleger mit ihrem Nachnamen ansprechen. Fehlt das übliche Namensschild, sollte man einfach nach dem Namen fragen.

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