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Das Jahr in den sozialen Medien: KW 52 Best Of Social Media 2019

Was war dieses Jahr los in den Sozialen Medien? Welche Handwerker haben mit ihren Aktionen und Beiträgen die Aufmerksamkeit auf sich und ihre Betriebe gezogen? Wer hat sich im Netz fürs Handwerk starkgemacht? handwerk magazin stellt die spannendsten Köpfe und Diskussionen aus 2019 vor.

Topic channels: TS Social Media und TS Social Media Monitoring

Im Jahr 2019 haben Handwerker in der Social Media-Welt viele Themen aufgegriffen: Umweltschutz, Nachwuchsmangel, Gleichberechtigung und Digitalisierung. Wir haben das Jahr Revue passieren lassen und präsentieren hier für Sie ein kleines Best Of Social Media 2019:

# Umwelt

Demos, Streiks und hitzige Diskussionen – das Thema Umweltschutz bewegte 2019 viele Handwerker. Unternehmen quer durch alle Gewerke zeigten auf ihren Social-Media-Kanälen, wie sie sich für Klima und Naturschutz engagieren. Die Lieferbäckerei Märkisches Landbrot aus Berlin startete gleich mit einer ungewöhnlichen Aktion ins Jahr: Bienen-Futterteig kneten. Auf Facebook posteten die Bäcker ein Foto samt Erklärung: „Der Futterteig wird für Bienenvölker im März benötigt.“ Die Bienen drohten aufgrund des verfrühten Frühlingserwachens mit nachfolgender Kälte zu verhungern. Das Engagement gefiel mehr als 60 Facebook-Anhängern, dreizehn haben den Beitrag geteilt.

Auch Timothy C. Vincent, Chef der Steinbildhauerei Vincent aus Wetter an der Ruhr, verkündete 2019 eine frohe Botschaft. Sein Betrieb wurde „für den ‚Oscar der grünen Branche‘, den TASPO-Award 2019, in der Kategorie bestes ‚Konzept Umwelt und Nachhaltigkeit‘ nominiert“, schrieb er auf Facebook. Grund dafür ist das „Recyclinggrabmal“: Vincent hat eine Internetseite als kostenloses Angebot an das gestaltende Handwerk, erstellt. Auf der Webseite präsentiert er Ideen und Produkte vor, die aus abgeräumten Grabmalen hergestellt wurden.

# Nachwuchs

Auch die Frage, wie man junge Leute für das Handwerk begeistern kann, beschäftigte in diesem Jahr wieder viele Handwerker. Der Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz verfolgte dabei einen kreativen Ansatz, der in den sozialen Medien gut ankam: Um Werbung für den Beruf des Mechatronikers zu machen, drehte der Verband ein YouTube-Video mit dem Rapper Izzwo. Der rappt: „Was hilft gegen Kälte, gegen Nachbarn, gegen Einbrecher? Gegen störende Blicke oder das Scheißwetter? Gegen pralle Hitze grundsätzlich? Es ist die Rollladen- und Sonnenschutz-Technik!“ Der Beitrag sorgte für Aufmerksamkeit, mehr als 1.500 Leute haben sich das Video angesehen.

Die Tischlerei M. Deppe aus Hameln war indes eines von vielen Handwerksunternehmen, die via Social Media stolz Erfolge in Sachen Nachwuchs-Gewinnung verkünden konnten: Ein Praktikant hatte sich während seines Schülerpraktikums im Betrieb so gut geschlagen, dass er im Anschluss direkt einen Ausbildungsvertrag unterschreiben durfte. Die großartige Neuigkeit verbreitete die Tischlerei freudig auf Instagram. Gleich am ersten Tag gab es rund 70 Herzen als Antwort. Mit solchen positiven Nachrichten und mit Bildern von glücklich strahlenden Lehrlingen und Praktikanten bei Facebook, Instagram und Co wollen viele Handwerks-Betriebe zeigen, dass Jobs im Handwerk Spaß machen: https://www.instagram.com/p/B31v4w6C1Xv/

# Frauen im Handwerk

Der Girls´ Day 2019 stand ganz unter dem Motto: „Selbst ausprobieren“. Für Handwerker eine gute Chance, junge Frauen in den Arbeitsalltag reinschnuppern zu lassen – und sie im besten Fall für eine Karriere im Handwerk zu begeistern. Bei Sebastian Höhn, dem Steintechniker und Chef von Rock Design in Coburg, durften vier Mädels mit einem Presslufthammer Sandstein bearbeiten. Entstanden sind Smileys, die die jungen Nachwuchs-Kräfte stolz dem Fotografen präsentierten. Mehr als 40 Herzchen sammelte der Beitrag: https://www.instagram.com/p/BvjqezYhMBS/

Rock Design

Die Schornsteinfegerin Vanessa Didam, die für das Unternehmen Achim Dreiner in Wipperfürth arbeitet, ist kein Fan von Stereotypen. Sie setzt sich auf ihren Social-Media-Kanälen dafür ein, dass Klischees von handwerklich unbegabten Frauen endlich der Vergangenheit angehören. „Was ist denn heutzutage noch typisch männlich – typisch weiblich?“, wollte sie wissen. „Sind wir nicht vielleicht längst schon in einer Zeit angekommen, wo die krasse Genderabgrenzung schleichend und ständig aus dem Alltag verschwindet?“ Diese Überlegungen teilte sie in diesem Jahr auf Instagram mit und erntete dafür mehr als 440 Herzen. In den mehr als 30 Kommentaren erhielt die Schornsteinfegerin begeisterte Zustimmung. Via Social Media kämpft Didam auch 2020 weiter für mehr Frauen im Handwerk: https://www.instagram.com/p/BxMf_l_lHs5/

# Digitalisierung

Felix Schröder

Felix Schröder, Gipser und Stuckateur aus Bad Dürkheim, stellte seinen Instagram-Abonnenten in diesem Jahr eine zukunftsorientierte Frage: „Wie sieht das Handwerk in 10 oder 20 Jahren aus? Ich bin gespannt auf eure Vorhersagen!“ Die Meinungen seiner Follower waren vielfältig. So blickten viele Handwerker durchaus optimistisch in die Zukunft – vor allem dann, wenn es um die Entwicklung ihres Lohns ging. Schröders Zukunftsbeitrag machte Eindruck und gefiel mehr als 740 Instagram-Fans: https://www.instagram.com/p/Bz2QFz3oaa6/

SHK-Handwerker Benjamin Schaible diskutierte 2019 in der Facebook-Gruppe von ,handwerk magazin' mit anderen Handwerkern über die Vor- und Nachteile von „WhatsApp Business“. In seinem Blog berichtete er, wie sein Betrieb mit Kunden via WhatsApp kommuniziere. Und: „Auch Bewerber auf einen Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz dürfen sich gerne über das Medium WhatsApp bei uns melden“, schrieb er. „Die Zeiten einer förmlichen Bewerbungsmappe sind vorbei!

Dachdeckerei DachWunder

Bei den Dachdeckern von DachWunder aus Paderborn arbeiten Mensch und Maschine bereits anderweitig zusammen: Denn die Dachdeckerei erhielt 2019 Zuwachs in Form eines Krans. „Wir lieben unseren neuen Begleiter“, hieß es auf Instagram. „Mit einem Kran wird der Baustellenalltag erheblich leichter.“ Die Dachdeckerei bekam viel Zuspruch. Bald 200 Herzen sammelte der Post auf Instagram: https://www.instagram.com/p/B4-QLiGg_jQ/

# Musik

Anne Pelz

Was wäre ein Jahresrückblick ohne Musik? Genau, es würde etwas fehlen! Und so sorgte Geigenbauerin Anne Pelz aus Hamburg im vergangenen Jahr für jede Menge musikalische Highlights in unserem Social Media Monitoring. Um ihren Instagram-Fans für deren Unterstützung und Treue zu danken, postete sie folgenden kreativen Beitrag: Zum Start der achten Staffel ,Game of Thrones' spielte Pelz zwei Titel aus der Serie – als Quartett! Dafür schnitt sie mehrere Stimmen zusammen, die sie auf Geige und Bratsche zum Besten gab. „Damit will ich Danke sagen und euch allen etwas zurückgeben“, schrieb sie zu den beiden Instagram-Videos. Mehr als 310 Fans schenkten ihr ein Herzchen für dieses besondere Dankeschön: https://www.instagram.com/p/BwY4mxLAdMz/



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