Betriebswirte des Handwerks -

BdH-Bundesvorsitzender Weber: "Regionale Netzwerke etablieren"

Nachfolge, Ehrenamt und Weiterbildung - diese drei Themen fokussierten die Betriebswirte des Handwerks (BdH) auf ihrer 30. Bundesverbandstagung, die jetzt in Bad Wörishofen und Augsburg stattfand.

Große Beteiligung bei der 30. Bundesverbandstagung Betriebswirte des Handwerks (BdH) vom Freitag, den 03. Juni, bis Samstag, den 04. Juni. Den Auftakt machte der politische Abend im Hotel Sonnengarten in Bad Wörishofen am Freitag: Siegfried Kalkbrenner, stellv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben und Geschäftsführer BdH Schwaben e.V., gab einen Abriss der Situation des Handwerks in Schwaben und in Bayern. Der Bezirksvorsitzende der FDP von Schwaben, Stephan Thomae, unterstrich die Forderung nach Bürokratieabbau, Steuererleiterungen und einer Reform der Praxis der Betriebsprüfungen. Johann Häusler, Mitglied des Bayerischen Landtags für die Freien Wähler gab einen Einblick in seine Arbeit. Ausgezeichnet wurde der Ehrenvorsitzende Joachim Förster für seine langjährige Arbeit und sein Engagement für die Betriebswirte.

BdH-Bundeskongress 2016

Zur Bundesverbandstagung selbst, die am Samtag, den 04. Juni, in der Handwerkskammer Augsburg abgehalten wurde, nahm drei Schwerpunktthemen in den Fokus:

Nachfolge

Bis zum Jahr 2020 suchen allein 180.000 Handwerksbetriebe einen Nachfolger. Doch wer heute einen Betrieb gründen oder übernehmen woll, erklärte der Bundesvorsitzende Heinz Weber, "wird den mehrfach geforderten Bürokratieabbau nachvollziehen können und auch für sich herbeisehnen." Doch so funktioniere Betriebsübergabe nicht! So gingen Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren – ganz zu schweigen von Steuereinnahmen. Hier seien weit pragmatischere Lösungen gefragt. Dazu wollen die Betriebswirte künftig stärker mit dem ZDH zusammenarbeiten und zusammen Netzwerke in den Regionen Netzwerke etablieren sowie mit Patenschaften Unternehmensnachfolger aufgebauen.

Ehrenamt

Der Bundesvorsitzende Heinz Weber berichtete, dass zusammen mit dem Bundesvorsitzenden der Junioren des Handwerks, Rene Fornol, mit dessen Geschäftsführer Herrn Dr. Peifer sowie Olaf Deininger, Chefredakteur vom handwerk magazin, bei einem Treffen in Berlin der Grundstein für ein gemeinsames neues Fortbildungskonzept für das Ehrenamt im Handwerk gelegt worden sei. Dabei werde man selbstverständlich auch die Unternehmerfrauen im Handwerk einbeziehen, die leider an dem Treffen aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnten.

Weiterbildung

Mit der im letzten Jahr etablieren Reihe der Webinare sowie der Anfang dieses Jahres gestarteten gemeinsamen Serie der Redaktion und der Betriebswirte des Handwerks zu betrieblichen Kennzahlen als Instrument zur Optimierung des Unternehmens, sollen die Weiterbildungsangebote weiter ausgebaut werden.

Weitere Downloads zu diesem Artikel
  • Vorsorge: Notfallkoffer für Unternehmerfrauen (PDF, 220 kB)

    Unternehmerfrauen sollten mit ihrem Partner und dem zuständigen Steuerberater einen Notfallkoffer mit den wichtigsten Dokumenten und Vollmachten zusammenstellen und und immer auf dem neuesten Stand halten. mehr...

© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen