Betriebsteuern -

Baustellen im Ausland: Kosten des Reisepasses absetzbar

Häufig werden deutsche Handwerker als Spezialisten ins Ausland berufen. In einem aktuellen Fall war fraglich, ob Kosten für den Reisepass in diesem Zusammenhang steuermindernd angesetzt werden können.

Grundsätzlich handelt sich bei den Kosten für einen Reisepass um Privataufwendungen, die steuerlich keinerlei Berücksichtigung finden können. Anders sieht es jedoch aus, wenn der Reisepass nur wegen dem Antritt einer Dienst- oder Geschäftsreise benötigt wird.

Berufliche Veranlassung entscheidet

Aktuell hat das Finanzgericht des Saarlandes (Az.: 1 K 1441/12) entschieden, dass die Kosten für einen Reisepass und die für seine Ausstellung benötigten Passbilder steuermindernd angesetzt werden können. Voraussetzung ist lediglich, dass der Steuerpflichtige bereits im Besitz eines Personalausweises ist und dargelegt werden kann, dass der Reisepass zur Durchführung der beruflichen Auslandsreise benötigt wird.

Spätere Privatreisen irrelevant

Allein die Möglichkeit, in der Zukunft mit dem Reisepass auch private Reisen zu unternehmen, ändert nichts daran, dass die Kosten steuermindernd angesetzt werden können. Voraussetzung ist lediglich, dass der Reisepass zunächst aufgrund einer Dienst-bzw. Geschäftsreise zwingend benötigt wird.

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