Wirtschaft -

Baugewerbe im Osten: Endlich kommt der Frühling

Das Geschäftsklima im ostdeutschen Baugewerbe hat sich laut IWH-Umfrage unter mehr als 300 Unternehmen im April deutlich verbessert. Nach den außergewöhnlich hohen witterungsbedingten Produktionsausfällen im ersten Quartal dieses Jahres kommt dies nicht überraschend. Sobald die Wetterlage die Bauarbeiten nicht mehr behinderte, hat das Baugewerbe begonnen, den Produktionsverzugvom Jahresanfang zügig abzuarbeiten.

Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen bezeichneten ihre Geschäftslage im April als gut oder eher gut, im Winter waren es nur 40% Aber auch die Erwartungen für die nächsten Monate steigen, sie fallen sogar günstiger aus als vor Jahresfrist.

Hoffnung auch im Ausbau

Derzeitig gehen reichlich zwei Drittel der Unternehmen von weitgehend guten Geschäftsaussichten bis zum Herbst aus; im April des Vorjahres lag der Wert um etwa zehn Prozentpunkte niedriger. Ein entscheidender Grund dürften die durch die Konjunkturpakete ausgelösten Baumaßnahmen sein, die im vergangenen Jahr erst in die Planung gingen, nun aber ihre volle Wirkung entfalten.

Im Ausbau zeigen sich ebenfalls Erholungstendenzen, wenn auch etwas weniger kräftig; das Lageniveau vom Jahresende 2009 wird knapp erreicht. Die Aussichten werden geringfügig besser als in der vorangegangenen Befragung im Februar bewertet. Beide Hochbau und Ausbaun dürften im Jahresverlauf Anregungen von den Konjunkturpaketen der Bundesregierung erhalten. Zudem dürfte der Wohnungsbau laut Genehmigungsstatistik wieder etwas zulegen.

Mehr Informationen zur Konjunktur im Baugewerbe:

Meldung vom 26.4.2010: Auftragslage im Bau zieht an

Meldung vom 09.4.2010: Preise im Bau ziehen wieder an

Akutelle Umfragen auf handwerk-magazin.de: Woran liegt der Pfusch an Bau?

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