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Baubranche fordert mehr Geld vom Staat

Konjunkturpaket hin oder her: Die Baubranche will mehr Fördermittel. Vor allem der schwache Wohnungsbau soll davon profitieren.

13 Milliarden Euro hat der Staat im zweiten Konjunkturpaket in den Bau von Schulen und Infrastruktur investiert. Zu wenig nach Meinung der Baubranche. Industrie, Gewerkschaft und Mittelstand verlangen jetzt eine stärkere Forderung vom Staat, um vor allem den schwachen Wohnungsbau zu stärken. In Berlin haben die drei großen Verbände, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Baugewerkschaft IG BAU, eine Liste von Forderungen vorgelegt, meldete "Welt Online".

155 820 Wohnungen bauten die Deutschen im vergangenen Jahr, vor vier Jahren waren es laut Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) noch 100 000 mehr. Rechnungen von Bau-Verbänden legen aber nahe, dass pro Jahr 200 000 bis 250 000 Wohnungen gebaut werden müssten, um den Bedarf an großen Wohnungsflächen zu decken und abgerissene Gebäude zu ersetzen, so das Nachrichtenportal. "Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl der privaten Haushalte weiter ansteigen. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach mehr Wohnfläche pro Person anhalten", sagte ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein. In wenigen Jahren drohe deshalb eine Unterversorgung.

Die Baubranche leide in diesem Jahr vor allem an einem Einbruch im Wirtschaftsbau von etwa 20 Prozent. Ebenfalls rückläufig sei der Wohnungsbau. Bessere Aussichten habe dagegen der öffentliche Bau. Die Erwartungen für 2009 lägen in der Bauindustrie bei einem Umsatzminus von etwa drei Prozent.(eg)

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