Wirtschaft -

Bäckerhandwerk: Mehr Geld für den Nachwuchs

Der Bäckerberuf wird für Azubis finanziell attraktiver. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat sich erfolgreich für einen neuen Tarifvertrag eingesetzt.

Wenig Geld verdienen im Bäckerhandwerk? Die Zeiten sind vorbei. Mit dem neuen Tarifvertrag ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zur Attraktivitätssteigerung des Bäckerberufes gelungen, der auch den Beifall der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten findet.

„Künftig wird es vor allem darum gehen, trotz des starken Geburtenrückgangs genügend motivierte und qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Bäckerhandwerk zu begeistern“, so Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.

Der neue Tarifvertrag sieht vor, die unterschiedliche Vergütung der Auszubildenden in Ost und West schrittweise abzuschaffen. Schon ab September 2010 bekommen Azubis im ehemaligen Ost-Berlin das gleiche Entgelt wie ihre Kollegen im Westen der Stadt. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen passen ihre Vergütung in zwei Schritten bis September 2012 an. Auch die Auszubildenden im Westen dürfen sich über eine deutliche Lohnerhöhung freuen.

Eine Tabelle mit den genauen Beträgen der Azubi-Vergütung finden Sie online beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks.

Rechtsanwalt Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks: „Die deutsche Einheit muss sich auch in der Ausbildungsvergütung niederschlagen. Nur so können wir die Abwanderung junger Menschen aus den neuen Bundesländern eindämmen."

Bäcker ist ein Beruf mit Zukunft. Das verdeutlicht insbesondere die Nachwuchskampagne „Back Dir Deine Zukunft“, die gerade junge Leute dort abholt, wo sie sich vorzugsweise aufhalten: im Internet unter www.back-dir-deine-zukunft.de.


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