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Bäcker: Bürokratiewahnsinn der EU

Was fast täglich aus Brüssel auf den Tisch kommt, ist unseren Betrieben und dem Verbraucher nicht mehr zu vermitteln, kritisiert das bayerische Bäckerhandwerk.





Aktueller Anlass für den Ärger der Bäcker über die EU ist die sogenannte Ampel-Kennzeichnung bei der Lebensmittelinformations-Verordnung. Der Vorschlag der Europäischen Union, die von ihr beabsichtigte Nährwertkennzeichnung (also Kohlenhydrate, Fett, Zucker, Salz etc.) auf Lebensmittelverpackungen mit den Ampelfarben rot, gelb und grün zu unterlegen, verzerre die Entscheidungsgrundlage für Lebensmitteleinkäufe. „Mit der Farbunterlegung wird eine nicht zu ver-antwortende Trivialisierung des Entscheidungsverhaltens bewirkt, die die Lebensmittel in vermeintlich ungesunde (rot) und gesunde (grün) unter-teilt“, so Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger. Die Politik müsse zur Kenntnis nehmen, dass für den Verbraucher primär nicht der ernährungswissenschaftliche Wert der Nahrung im Vordergrund stehe, sondern Geschmack, Frische, Genuss, Gewohnheiten und Haltbarkeit. In diesem Spannungsfeld helfe eine Orientierung an den überholten Verhaltensmustern „gut“ und „böse“ nicht weiter.
rm

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