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Ausbildungsstart: Willkommen im Club

Viel hängt vom Ausbilder ab: Er soll Arbeiten vergeben, welche die Azubis nach kurzer Einweisung möglichst selbständig erledigen können, und muss deren Persönlichkeit genau einschätzen. „Der Ausbilder sollte immer das Gespräch mit den Jugendlichen suchen“, empfiehlt Demmelhuber. Schließlich zögern viele Azubis nach seinen Erfahrungen mit Kritik.

Ein großer Betrieb wie Baierl & Demmelhuber mit rund 300 Mitarbeitern hat bei der Ausgestaltung zweifellos mehr Spielraum als ein kleiner: Die Oberbayern haben eine Lehrwerkstatt, wo angehende Produktdesigner, Maler, Schreiner, Metallbauer und Trockenbaumonteure während der ersten Wochen einfache Produkt- und Montageteile anfertigen. Erst wenn diese Arbeiten überzeugen, unterstützen die Azubis die Montagetrupps auf den Baustellen.

„Jeder Lehrling lebt von Erfolgserlebnissen“, weiß Demmelhuber. Die jedoch kann jeder Ausbildungsbetrieb selbst herbeiführen, wenn der Chef oder der Ausbilder regelmäßig Rückmeldungen geben. „Wenigstens einmal in der Woche sollte einer der beiden mit dem Azubi ein ausführliches Gespräch über dessen Arbeit führen“, empfiehlt Bleumortier. Andere Experten sprechen sich sogar für tägliche Kontakte aus.

Schwächen sofort beheben

Je intensiver der Dialog, desto schneller kann der Betrieb feststellen, wie qualifiziert der Azubi tatsächlich ist und welche besonderen Stärken und Schwächen er hat. „Wenn der Lehrling mit größeren Defiziten im Rechnen und Rechtschreiben zu kämpfen hat, muss sofort gehandelt werden“, sagt Klaus Engelhardt, Ausbildungsberater der Handwerkskammer in Dortmund (siehe Interview oben).

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