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Ausbildungsstart: Willkommen im Club

Bei kleinen Betrieben wiegen solche Faktoren offenbar besonders schwer. Jeder Unternehmer kann jedoch gegensteuern, indem er einen genauen Ausbildungsplan erarbeitet und die Azubis mit gezielten Maßnahmen in den Betrieb integriert. „Er muss den Jugendlichen zeigen, dass sie willkommen sind, und den ersten Arbeitstag genau planen“, sagt die Münchner Ausbildungsexpertin Sabine Bleumortier.

Einführung ist Chefsache

Einen Betriebsrundgang machen, alle Mitarbeiter vorstellen, Arbeitskleidung und -werkzeug ausgeben, den Ausbildungsplan und den Ablauf der ersten Ausbildungstage erklären – solche Maßnahmen sollte der Chef persönlich übernehmen und hierbei auch auf Kleinigkeiten achten. „Informationen, ob Kollegen geduzt oder gesiezt werden und wann oder wo Rauchen gestattet ist, sind ebenfalls wichtig“, sagt Bleumortier. Auch Azubis, die bereits ein Betriebspraktikum absolviert haben, sollten an einer solchen Einführung teilnehmen. Denn während des höchstens einwöchigen Praktikums haben sie erfahrungsgemäß nur festgestellt, ob ihnen der geplante Beruf wirklich zusagt und ob sie sich mit ihrem künftigen Ausbilder verstehen.

Erfolgserlebnisse bieten

In der Ausbildung hingegen schauen die Jugendlichen den Mitarbeitern nicht mehr nur über die Schulter, sondern müssen selbst anpacken. Auch deshalb werden sie manche falsche Erwartung korrigieren. „Diesen Prozess muss der Azubi während der Probezeit abschließen“, betont Oliver Steinke, stellvertretender Abteilungsleiter der Landesgewerbeförderungsstelle des Nordrhein-Westfälischen Handwerks (LGH). „Wichtig sind deshalb Aufgaben, welche den Azubi weder unter- noch überfordern.“

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